Pflanze statt Pille: Natürliche Antibiotika

Laut der ursprünglichen Definition sind Antibiotika „[ … ] niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die in geringer Konzentration andere Mikroorganismen in ihrem Wachstum hemmen oder sie abtöten. Bei den Produzenten handelt es sich in erster Linie um Bakterien und Pilze. [ … ] In Erweiterung der ursprünglichen Definition werden heute auch durch teilweise oder chemische Modifikation gewonnene Derivate zu den Antibiotika gezählt […]”. Durch die Eingliederung von antibiotisch wirksamen Produkten aus Pflanzen, wurde die ursprüngliche Definition aufgegeben und die Beschränkung musste auf niedermolekulare Substanzen herabgelassen werden. Genau diese antibiotisch wirksamen Pflanzenstoffe von natürlich vorkommenden Antibiotika werden in diesem Artikel behandelt.



Die Alternative zu pharmazeutischen Antibiotika

In der Nachkriegszeit hat das Penicillin die Gefahr an Wundinfektionen und Hals- und Lungenentzündungen zu sterben deutlich reduziert was zu einer großen Freude der Menschheit geführt hatte. Heute allerdings wird der Wunsch nach Alternativen immer größer, aufgrund der zunehmenden Resistenz und der negativen gesundheitlichen Folgen von Antibiotika.

Die zunehmende Resistenz kommt hauptsächlich von der verschwenderischen Verschreibung durch Human- und Tiermediziner, starke Medikamente werden oft schon bei kleineren Erkrankungen eingesetzt. Auch das großflächige Einsetzen von Antibiotika in der Nutztierhaltung fördert eine Resistenz durch die Aufnahme über das Trinkwasser oder Fleisch. Die teilweise unsachgemäße Anwendung durch den Betroffenen ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Langzeitfolgen für die Gesundheit kommen dadurch, dass die bakterienfeindliche Eigenschaft von Antibiotika nicht vor den körpereigenen und für die Gesundheit notwendigen Keimen der Darmflora zurückschrecken. Auch Depressionen oder Pilzerkrankungen können schwere Folgen der künstlichen Pharmaprodukte sein.

Die Alternativen dazu finden wir in der Naturheilkunde: Natürliche Antibiotika.

Heilkräuter mit antibiotischen Kräften

Heilpflanzen sind sogenannte Vielstoffgemische, in denen Stoffe vorkommen, die antiviral, antibakteriell oder antimykotisch wirken – das alles ohne Nebenwirkungen oder bekannter Resistenzbildung!

Viele bakteriell verursachten Beschwerden werden mit pflanzlichen Produkten behandelt, deren Inhaltsstoffe bakterienabtötend oder wachstumshemmend auf die Keime wirken, allerdings ohne eine Zerstörung der für uns nützlichen Bakterien. Beispielsweise Flavonoide, Gerbstoffverbindungen und Saponine enthalten diese wertvollen Stoffe. Je nach benötigten weiteren Inhaltsstoffen werden daraufhin die Pflanzen ausgesucht und für eine spezifische Behandlung eingesetzt. Die Art und Weise des Konsums variiert. Die natürlichen Antibiotika können in Form von Extrakten oder Kapseln eingenommen, als Tee aufgebrüht oder äußerlich als Bad oder Salbe angewandt werden.




Beispiele für natürliche Antibiotika

  • Beispielsweise hilft Salbei bei Entzündungen in Mund- und Rachenraum,
  • Thymian ist gut einsetzbar bei Husten,
  • weißes Sandelholz (Sandelbaum) und Cranberry (Heidelbeere) ist wertvoll bei Harnwegsinfekten,
  • und die Verdauung und Darmflora wird durch Gelbwurz (Kurkuma) unterstützt.
  • Äußerlich aufgetragen hilft Aloe Vera bei Wundheilungen,
  • während Teebaumöl zur Behandlung von Hautinfektionen genutzt werden kann.
  • Neben der Wundheilung, wirkt die unterschätzte Kamille auch gegen Erkrankungen der Atemwege.
  • Für manche unangenehm, für die anderen ein Heilmittel bei Erkältung, oder Mittelohrentzündung: Zwiebel und Knoblauch!
  • Auch der Meerrettich ähnelt dem Penicillin auf natürlicher Weise
  • und Bärlauch hilft nicht nur gegen Bakterien, sondern kann auch bei Pilzerkrankungen wirksam sein. Leberleiden und Appetitlosigkeit können verschwinden.
  • Als erste Pflanze mit antibiotischer Wirkung wurde die Kapuzinerkresse entdeckt, bei Bronchitis wirkt sie wahre Wunder.
  • Oregano macht sich nicht nur gut in der Küche, auch in der Naturapotheke darf er nicht fehlen. Das ätherische Oregano-Öl wirken sehr stark bei bakteriellen Infektionen der Ohren und der Atemwege.
  • Bleiben wir in der Küche, stellen wir fest, dass das ätherische Basilikum-Öl (Basilienkraut, Basilikum) in aufgetragener Form die Akne-kranke Haut bei der Regeneration unterstützt.
  • Der pflanzliche Depressionskiller namens Johanniskraut besitzt eine antibakterielle und antientzündliche Eigenschaft.

Dieser kleine Überblick ist erst der Anfang. Die Natur hat uns so viel zu bieten und trotzdem schlucken wir Deutschen ca. 3 000 Tonnen Antibiotika pro Jahr. Jahre lang war dies von unglaublicher Bedeutung, damit die Folgen des Konsums nicht noch negativer verlaufen, sind folgende Aspekte von dringender Notwendigkeit: Eine bessere Aufklärung über Folgen einer unzureichenden Einnahme von Antibiotika sollte dem Patienten gewährleistet sein. Auch eine genaue Keimanalyse für einen gezielteren Einsatz, sowie die gründliche Abschätzung der Relevanz einer solchen Behandlung ist wichtig. Das Antibiotikum bleibt somit eine verlässliche Waffe im Kampf gegen die Erkrankung.

Heilkräuter sind nicht nur wesentlich gesünder, sondern können auch wahre Wunder bewirken. Sie zerstören keine Organismen, die sie zum eigenen Überleben benötigen. Im Gegenteil – unser Immunsystem wird durch natürliche Antibiotika gestärkt und Infektionskrankheiten werden gemildert oder vorgebeugt. Zusätzlich wird die Bildung von neuem Gewebe angeregt und der Organismus wird beim Entschlacken unterstützt. Heilkräuter versorgen unseren, deinen Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen

– Zeit für ein Umdenken?!


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