Alraune

(Mandragora)

Die Alraune ist die klassische Zauberpflanze des Altertums und des Mittelalters.

Aber ACHTUNG !!!

Die Alraune ist stark giftig !!! Die Einnahme führt zu gefährlichen Rauschzuständen, die potentiell tödlich sein können !!!




Altes Wissen

Gattung der Familie Nachtschattler, hat länglich-ovale Wurzelblätter, einen einblütigen Stengel mit rötlich weißen Blumen, auf welche eine einfächerige und gelbe Beere folgt.

Der Frühlings-Alraun

(M. vernalis)

Mit breiten, ovalen und stumpfen Blättern, hat eine dicke weiße, oft 1 Meter tief in die Erde dringende Wurzel, von bitterem, scharfem und ekelhaftem Geschmack, welche im Herbst, wenn die unteren Blätter zu welken beginnen, ausgegraben wird. Zum Trocknen schneidet man dieselbe m dünne Scheiben, fasst sie an einen Bindfaden und hängt sie auf.

Die Pflanze wirkt wie die Tollkirsche, nur noch betäubender, ihre Anwendung ist stets mit Gefahr verknüpft, und kommt daher nur noch selten vor. Vor dem innerlichen Gebrauch derselben, ohne ärztliche Vorschrift, ist entschieden zu warnen. Den aus der Wurzel geschnittenen Alraunen oder Alräunchen schrieb man geheime Zauberkräfte zu, ein deutlicher Beweis, dass schon unsere Vorfahren die dämonischen Eigenschaften der Pflanze kannten. Der Saft der Wurzel betäubt stärker als Opium. Die innere Rinde der Wurzel ist, zuvor in Wasser oder Essig erweicht, bei entzündeten roten Augen, sehr schmerzlindernd, ebenso hat sich in neuerer Zeit besonders die äußere Rinde der Wurzel bei entzündeten und strophulösen Geschwüren in Form eines Breiumschlags als ein sehr zerteilendes und entzündungswidriges Mittel erwiesen. Auch die Blätter sollen diese beiden Eigenschaften der Wurzel besitzen.

Bildnachweis: By tato grasso (Own work (personal work)) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

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