Ammonium

Ammonium, Salmiak, bildet ein weißes, kristallinisches, farb- und geruchloses Pulver, welches in 3 Teilen kochendem und 3 Teilen kaltem Wasser löslich ist. Wird seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts auch künstlich dargestellt, und in seinen verschiedenen Formen als Eisensalmiak bei Bleichsucht, Brustbräune, Drüsen-Leiden, Leberanschwellungen, Milzanschwellungen, englischer Krankheit, Wassersucht, bei Blasensteinen, Harnsäure angewendet. Der Salmiakgeist, welcher unverdünnt und in großer Dosis genommen, als stark ätzendes Gift sich zeigt, wird in 20-30facher Verdünnung zu 5-12 Tropfen gegen Engbüstigkeit, Wassersucht, Hautleiden, Starrkrampf, Harnleiden, Magensäure, Betrunkenheit, Säuferwahnsinn gebraucht; Kopfschmerzen vergehen, wenn man an Salmiak riechen lässt, ebenso Zahnschmerzen. Äußerlich angewendet, durch Betupfen der betreffenden Stelle, ist der Salmiak ein treffliches Mittel zum Netzen von Insektenstichen, hauptsächlich der im Sommer so lästigen Bremsen, und beim Biss giftiger Tiere.




In der Homöopathie wird der Salmiak gegen Rheumatismus und Gelenksverrenkungen, Drüsengeschwülste, Friesel, Scharlachfieber, Schwermut, grauen Star, Augenentzündung, Mandelanschwellung, Magenkrampf, Hämorrhoiden, Bettnässen, Samenergießungen, zu frühe oder zu starke Reinigung, bei Weißfluß, trockenem Husten mit starkem Schleimauswurf, Schweratmigkeit, besonders beim Treppensteigen, bei Fußgeschwulsten usw. gebraucht.

In der Tierheilkunde verwendet man den Salmiak innerlich hauptsächlich bei entzündlichen Zuständen der Schleim- und ganz besonders der Atmungsschleimhäute. Der Salmiak vermindert die erhöhte Tätigkeit des Gefäßsystems, er ist auch bei Drüsen und Wassersüchten sehr zweckdienlich. Man wählt hierzu die Pillen- oder Latwergform. In 20-bis 25facher Verdünnung ist der Salmiak (beim Rind beispielsweise 15 bis 20 g mit 0,5 Liter Wasser verdünnt) ein fast augenblicklich helfendes Mittel bei der Trommelsucht. Äußerlich wird er als kühlendes und zerteilendes Mittel geschätzt.

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