Blei

(Plumbum)

In der Heilkunde findet der von Goulard im vorigen Jahrhundert empfohlene Bleiessig Verwendung.
Er ist ein mild zusammenziehendes Mittel und wird bei Quetschungen, Verbrennungen, zu Umschlägen und Waschungen, bei Schleimflüssen zu Einspritzungen, auch als Augenwasser gebraucht. Der Bleizucker, welcher schon in kleinen Gaben tödlich wirken kann, wird in der Dosis von 0,005-0,025-0,05 g, bei Blutungen, Diarrhöen, Lungenschwindsucht, Blutfluß, Herzleiden, fallender Sucht gegeben, äußerlich als zusammenziehendes Mittel bei Tripper, Quetschungen, Verrenkungen, Verbrennungen, bei Insektenstichen etc.



Anwendung

Die homöopathischen Ärzte verwenden das Blei bei Gliederlähmung, Stuhlverstopfung, Kolik, Koterbrechen und stinkendem Fußschweiß.

In der Tierheilkunde wird das neutrale, essigsaure Blei selten innerlich bei Schleimschwindsucht, inneren Vereiterungen und Verblutungen, bei Blutharnen, blutiger Diarrhöe und der Harnruhr gebranch.

Der Bleiessig wird zu Umschlägen bei rotlaufartigen Entzündungen, die nach Verbrennungen, oder Verletzungen entstanden sind, weniger häufig bei Augenentzündungen, sodann aber auch bei Quetschungen angewendet. Der gegen Huffisteln gerühmte Villate’sche Liquor besteht aus 60 Gr. Zinkvitriol, 60 Gr. Kupfervitriol, in 1 Kilo Essig aufgelöst, und 120 Gr. Bleiessig hinzugegossen.

Bildnachweis: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons



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