Eisenhut
(Aconitum)


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Pflanze:
Blauer Eisenhut, 5 Stück von BALDUR-Garten, winterharte Stauden
Standort: Halbschatten bis Schatten
Blütezeit: Sommer
Wuchshöhe: 120-150 cm
Pflanzabstand: 30 cm
Wasserbedarf: gering – mittel
winterhart, mehrjährig

Eisenhut homöopathisch:
ACONITUM D12 10g Globuli
PZN: 2812883
Aconitum D 12
Deutsche Bezeichnung: Eisenhut
Material: Frische ganze Pflanzen zu Beginn der Blütezeit
D = Dezimalpotenz
Verdünnung 1 : 10


Altes Wissen über den Eisenhut

Gattung der Familie Ranunkelgewächse, mit einem blumenartigen, abfälligen, 5 blättrigen Kelche, dessen oberes Kelchblatt einen Helm oder eine Haube darstellend, am größten, dabei gewölbt bis kegelig ist, während die 4 übrigen Kelchblätter paarweise sich gleichen. Die 3, unter dem Helme verborgenen Blumenblätter sind lang benagelt und kappenförmig, dabei gehen sie nach vorn in eine Lippe und nach hinten in einen Sporn mit einer Honigdrüse aus, außerdem sind zuweilen noch kleine, linealisch-häutige Blumenblätter vorhanden. Die hülsenförmigen Früchtchen sind vielsämig und springen in einer Seitennaht auf.



Echter Eisenhut

(A. Napellus)

Blauer Eisenhut, blauer Sturmhut. Eisenhütlein, Mönchskappe, hat oberseits dunkelgrüne, glänzende, unterseits bleichere, bis auf den Grund handförmige, 5- bis 7 teilige, mit unterwärts keilig-verschmälerten, 3 spaltigen Abschnitten versehene Blätter, welche 3 teilige oder eingeschnitten-gesägte Zipfel und lanzettliche oder linealische Zipfelchen haben. Die Blüten stehen in einer einfachen, seltener am Grunde astigen Traube. Der Helm des Kelches ist meist halbkreisförmig gewölbt und kurz geschnäbelt, während die auf ihrem bogig gekrümmten Stengel waagrecht-nickenden Blumenblätter mit einem kurzen, wenig zurück gekrümmten Sporn versehen sind. Die kurz nach dem Verblühen auseinander gespreizten Fruchtknoten enthalten scharf 3 kantige Samen, die auf dem Rücken stumpf, faltig, runzelig sind. Die Wurzel besteht ferner aus mehreren spindeligen, mit zahlreichen, ziemlich starken, astigen Zasern besetzten aus dem kurzen Wurzelstock entspringenden Knollen. Der 90 – 120 cm hohe, starre, einfache, seltener oberwärts, wenig astige Stengel trägt veilchenblaue, hier und da auch bleichblaue oder weiße Blüten, wobei der Helm des Kelches bald niedrig, bald höher ist, aber dem ungeachtet nie die halbkreisrunde Wölbung überschreitet. Die Samen sind schwarzbraun. Diese Art ändert auf mannigfache Weise ab, gleichwohl bleibt aber der echte Eisenhut immer an seinem starren, aufrechten Stengel, an den tief bis aus den Grund geteilten Blättern und an den, gleich nach dem verblühen ausgespreizten Fruchtknoten kenntlich. Findet sich auf den Alpen und anderen höheren Gebirgen des mittleren und zum Teil auch des nördlichen Europas und blüht vom Juni bis August, wird aber auch als Zierpflanze in Gärten gefunden. — Die frischen und getrockneten Blätter — Eisenhutkraut oder Eisenhütleinkraut — sind im Gebrauch. Unversehrt sind sie geruchlos, indessen entwickeln die frischen Blätter beim Zerreiben einen widrigen Geruch, und in größeren Mengen einen, Kopfschmerz und Schwindel erzeugenden Dunst. Sie besitzen ferner einen anfangs kaum merklichen, bitterlichen Geschmack, der sich später zu einem heftigen, lange auf der Zunge, dem Gaumen und den Lippen haftenden Brennen steigert, welch‘ brennender Nachgeschmack auch den getrockneten Blättern noch eigen ist. Der kennzeichnende Bestandteil der Blätter ist ein eigentümliches Alkaloid, Akonitin, neben welchem sich noch ein flüchtiger, scharfer Stoff und eisengrünender Gerbstoff bemerkbar machen.



Anwendung

Das Eisenhutkraut gehört zu den narkotisch-scharfen Giften, welche ihre Wirkung besonders aus das Rückenmark erstrecken, und durch Herzlähmung den Tod herbeiführen, wenn sie in zu großer Dosis gegeben wurden.
Es wirkt vorzüglich erregend auf den Darmkanal, auf die Tätigkeit der Haut und der Nieren, sowie auf das gesamte lymphatische System, und wird deshalb hauptsächlich bei hartnäckigen, gichtisch-rheumatischen Leiden und Drüsengeschwulsten, Nervenschmerzen infolge von Erkältungen und als Mittel gegen Eiterresorption, dagegen weniger häufig bei Lähmungen angewendet.

In das Auge gebracht, erweitert Akonit die Pupille.

Äußerlich wird es als schmerzlinderndes und krampfstillendes Mittel gebraucht.
Man verordnet das Pulver des trockenen Krautes, dann aber auch verschiedene Präparate, wie das weingeistige Extrakt des trockenen Krautes, die weingeistige Tinktur und die ätherische Tinktur, seltener das flüssige Extrakt des frischen Krautes und die Essenz.

Gegen Eisenhut-Vergiftungen gebe man starke Brechmittel, ferner Kaffee, oder Pflanzensäuren.
Sowohl das Kraut, welches immer kurz vor dem Blühen zu sammeln ist, als auch die Extrakte sollen nicht länger als ein Jahr aufbewahrt werden, weil sie mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren.
Die Wurzel des gelben Sturmhuts, auch Wolfseisenhut genannt, wirkt noch giftiger als die des blauen Eisenhuts.

In der Homöopathie gilt die aus dem Safte der frischen Blätter und Gipfel vor der Blüte bereitete Tinktur als eines der wichtigsten entzündungswidrigen Mittel, und wird gegen mancherlei Entzündungskrankheiten, Friesel, Masern, Scharlachfieber, Wechsel- und Milchfieber, rheumatische Leiden, Keuchhusten, Asthma, Brünne, Grippe, Erbrechen, Blutbrechen, Kongestionen, gewisse Geisteskrankheiten, Starrkrampf, Herzleiden, Weißfluß, fieberhaften Nesselausschlag, zur Erleichterung des Verlaufes der Pocken etc. angewendet.
Man gibt in fieberhaft-entzündlichen Krankheiten Erwachsener 1 – 2 Tropfen der 2. Verdünnung, in denen der Kinder eben soviel der 8. Verdünnung, welche Gabe man in Zwischenräumen von ½ , 1, 2, 3, 4 Stunden wiederholt. Zur Blütezeit wird die ganze Pflanze, mit Ausnahme der Wurzel, frisch, nach Regel 2, zur Herstellung der Essenz verwendet.

In der Tierheilkunde wird der echte Eisenhut ebenfalls zu den narkotischen Mitteln gerechnet und wurde geraume Zeit sehr selten angewendet. Für Hunde, Füchse, Katzen, Wölfe etc. ist er eines der heftigsten Gifte. Nach allen Beobachtungen mindert das Mittel die Energie des Herzens. Prof. Hertwig hat es mit sehr gutem Erfolge gegen schnell und langsam verlaufenden Rheumatismus, gegen rheumatische Entzündungen der Augen, des Herzens und der Gelenke innerlich, und bei rheumatischen Augenentzündungen auch äußerlich angewendet. Die Gabe der Wurzel für Pferde und Rinder ist 0,2 – 0,4 g, für Hunde 12 – 18 cg. Äußerlich vertreibt eine Abkochung die Läuse. In neuester Zeit macht man vom Akonit wieder mehr Gebrauch, so wird in Frankreich z. V. die Akonittinktur zu 20 Tropfen gegen Entzündungen innerer Organe angewendet. Hering rühmt die Wirksamkeit dieses Mittels gegen gesteigerte Tätigkeit des Gefäßsystems schwächlicher, sehr reizbarer Individuen, wie bei Fieber, Entzündungen, auch soll es nach seiner Ansicht bei jungen Tieren häufig den Aderlass ersetzen. Prof. Pillwar verordnet sie zur Mäßigung des Blutandrangs zum Gehirn, während des Zahnens und bei sich heran bildender Lungenentzündung, in der Staupe der Hunde. Purker gebraucht die Akonittinktur in der Krampfkolik der Pferde und Bersig bei der Buglähme, beide in der Dosis von 20 Tropfen.
Die homöopathischen Tierärzte geben das Eisenhutkraut bei starkem Blutandrang blutreicher Organe, insbesonders des Gehirns, der Lunge und des Herzens, und gegen die dadurch bedingten Zufälle, wie Schwindel, Blutungen, Herzklopfen, bei raschen Krankheitsprozessen, die von dem sog. Entzündungsfieber begleitet sind, wie z. B. bei einigen, sehr rasch verlaufenden fressenden Geschwüren, bei Gehirn-, Lungen-, Brustfell-, Darm-, Nierenentzündung, bei Entzündung der Augen, der im Hufe eingeschlossenen Weichteile etc., gegen Rheumatismen, welche infolge von Erkältung entstanden sind, bei Koliken, Hitzebeulen, Masern und Scharlach.
Man gibt 1. bis 3. Verdünnung.
Gewöhnlich werden die Blätter sämtlicher blaublühender Eisenhutarten zum medizinischen Gebrauche gesammelt, da aber der echte Eisenhut nach den gemachten Erfahrungen die der ganzen Gattung eigentümliche Schärfe in besonderem Maße besitzt, so verdient auch diese Art vor allen andern beim Arzneigebrauch den Vorzug.




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