Drei Hände voll ganz frische Rosenblätter werden mit 500 Gr. grünem Baumöl in einem irdenen Topf ganz kurze Zeit aufgesotten und miteinander nach dem Abkühlen samt den Blättern in ein Glas getan und dieses gut zu gebunden. In das Papier, oder die Blase, mit welchem man das Glas bedeckt, werden einige Löchlein mit einer Stecknadel gestochen und das Ganze den Sommer über an die Sonne gestellt. Im Herbste werden frische weiße Rüben geschält, auf eimm Reibeisen gerieben und der Saft durch ein Tuch gepresst. Dann lässt man Baumöl und Rosenblätter abermals sieden und gießt im ersten Sud den Rübensaft darunter, kocht alles unter fortwährendem Umrühren eine Viertelstunde lang, setzt es dann vom Feuer, und lässt es etwas abkühlen. Dann werden 250 Gr. roter Mennig beigemischt, und wieder unter beständigem Umrühren über dem Feuer gelassen, bis es braun wird und sich vom Teller schält. Nachdem es etwas abgekühlt, werden 45 Gr. Kampfer, 3 Löffel Baumöl, und um das Pflaster ganz vorzüglich zu machen, 15 Gr. peruvianischer Balsam zugefügt, alles durcheinander gerührt, und mit einem Löffel in kleine Schachteln gefüllt, die man erst nach einigen Tagen, wenn das Pflaster erkaltet ist, verschließt. Ganz besonders heilsam ist dieses Pflaster bei bösen Brüsten der Frauen, beim Wurm am Finger, bei erfrorenen Gliedern, bei alten Wunden, offenen Füßen, bei inneren Geschwüren, um solche zu zerteilen, oder zum Öffnen zu bringen.

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