Heidelbeere

(Vaccinum)


Steckbrief der Heidelbeere

Weitere Namen: Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere, Moosbeere, Heubeere

Vorkommen, Standort: Die Heidelbeere ist in den gemäßigten und nordischen Zonen heimisch. Sie wächst als Halbschattenpflanze in artenarmen, bodensauer-humosen, nährstoff- und basenarmen, frischen Laub- und Nadelwäldern (besonders in Kiefernwäldern und Gebirgs-Fichtenwäldern), in Moor- und Bergheiden in humider Klimalage.

Empfindlichkeit: Bei starken Frösten ohne schützende Schneedecke kann sie teilweise oder auch vollständig abfrieren.

Inhaltsstoffe: Vitamin A, Vitamin B6, Vitamin B9, Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium, Zink

Verwendete Pflanzenteile: Als Heildroge dienen die getrockneten, reifen Früchte bzw. die frischen oder tiefgefrorenen Früchte. Weiterhin die getrockneten Blätter.

Anwendung: Die getrockneten Beeren sind aufgrund des Gerbstoffgehalts und der Pektine ein beliebtes Volksheilmittel gegen Durchfall, ebenso der mit Rotwein angesetzte Heidelbeerwein. Frische Früchte in größeren Mengen genossen wirken dagegen abführend.

Wirkung: Die Heidelbeere steckt voller gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe. Besonders die enthaltenen bioaktiven Substanzen und Anthocyane fördern das Wohlbefinden. Sie fangen freie Radikale im Körper ab und neutralisieren diese. Außerdem halten sie die Blutgefäße sauber. Das wiederum beugt Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen sowie vorzeitiger Hautalterung vor.

Erntezeit: Juli bis September





Gattung der Familie Heidegewächse, mit 4-5zähmgem, zuweilen auch fast ganzrandigem Kelchsaume, kugeliger oder glockiger, 4-5spaltiger, oder 4 – 5 zähinger Blumenkrone und einer 4-5fächerigen, vielsamigen Beere.

Gemeine Heidelbeere

(V. myrtillus)

Waldbeere, Schwarzbeere, Blaubeere, Bickbeere, Heidelstrauch, ist ein kahler, 22-45cm hoher, sehr ästiger Strauch, mit grünen Ästen und einem waagrechten, kriechenden Wurzelstock. Die am Schlunds eingeschnürte, mit kurzen, stumpfen, zurückgerollten Zähnen versehene Blume ist blassgrünlich, fleischrot, oder bräunlichrot überlaufen. Die kugelige, erbsengroße Beere ist schwarz, bläulich bereift, aber selten weiß. Wächst in Wäldern und an Waldrändern im nördlichen und mittleren Europa. Blüht im Mai und Juni, worauf im Juli und August die Früchte reifen. Die getrockneten Früchte – Heidelbeeren – welche einen, zumal in größeren Massen bemerklichen, nicht angenehmen Geruch, und einen süss-säuerlichen, etwas herben Geschmack besitzen, enthalten, neben einem violetten Farbstoff und Schleimzucker, hauptsächlich noch Äpfel- und Zitronensäure und etwas Gerbstoff.

Anwendung

Dieselben werden als gelind-zusammenziehendes Mittel gegen Diarrhöen, besonders bei Kindern, in der Abkochung oder im weinigen Aufgusse, jedoch mehr als sogenanntes Hausmittel, angewendet.

Rote Heidelbeere

(V. Vitis idaea)

Preißelbeere, Steinbeere, Krausbeere, ist ein Strauch, mit kriechendem Wurzelstock und aufrechten, oder aufsteigenden, 9 – 30cm hoen Stämmchen. Die Kelchzipfel sind eirund-3eckig und spitz. Die Blume ist weiß oder rötlich und hat breit-eirunde, stumpfe, zurückgerollte Zipfel. Die Beeren von der Größe der Heidelbeeren sind hochrot. Wächst in Nadelwäldern auf sand- und torfhaltigem Boden im mittleren und nördlichen Europa. Blüht vom Mai bis August. Fruchtreife vom September bis November.

Anwendung

Aus den Beeren wird eine säuerlich-kühlende Salbe, oder ein bei entzündlichen Krankheiten zum Getränke brauchbarer Syrup bereitet. In fieberhaften und hitzigen Krankheiten ist das Preiselbeerwasser, indem man die Beeren zerquetscht, und unter das Trinkwasser mischt, ein vorzügliches, kühlendes Getränke. Die Blätter wurden meist gegen den Stein gerühmt und werden jetzt noch als Hausmittel gegen den Husten gebraucht.
In der Technik kann die ganze Pflanze zum Gerben verwendet werden.

Bildnachweis: By Katarzyna Matylla [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY 2.5], via Wikimedia Commons

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