Kalkwasser

(Calcara soluta)

Das Kalkwasser, eine Lösung von Kalkerde in Wasser, welches in einem Gefäß gut verwahrt werden muss, wird entweder allein, oder mit Fleischbrühe, Milch, wohlriechendem Wasser vermischt, gegen Magensäure, Diarrhöe der Kinder beim Entwöhnen, bei Ruhr, Lungenschwindsucht, Darmgeschwüren, Brustbräune, Nierensteinen und langwierigem Blasenkatarrh gegeben. Äußerlich wird es bei nässenden Wunden, bei Brandwunden im Umschlag, bei Schleimflüssen als Einspritzung, überdies als Gurgelwasser angewendet. Zu gleichen Teilen mit Leinöl gemischt, wird es häufig gegen Verbrennungen als kühlender Umschlag verordnet. Bei Bräune und Halsbräune leistet es als Einatmungsmittel gute Dienste.




In der Tierheilkunde wird das Kalkwasser innerlich gegen Säure im Darmkanal und zum Auflösen von entwickelter Kohlensäure gebraucht. Der Ätzkalk (calx viva) bildet in der Tierheilkunde einen Bestandteil der Walz’schen Brühe gegen Schafraude.

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