Kreuzkümmel

(Cuminum)

Gattung der Familie Doldentrager, mit 5 zähnigem Kelchsaum und länglichen, oder verkehrt-eirunden, ausgerandeten bis 2 spaltigen, mit einwärts gebogenen Läppchen versehenen Blumenblättern und einer im Umrisse länglichen, an den Seiten dagegen zusammengezogenen Frucht.

Echter Kreuzkümmel

(C. cyminum)

Pfefferkümmel, römischer Kümmel, langer Kümmel, Mutterkümmel, mit dünner, zaserastiger Wurzel, schlankem, 15 – 45 cm hohem, gerilltem Stengel. Die kleinen Dolden sind schwach gewölbt und haben 2 – 6 blutige Döldchen, deren Blumen weiß, rosenrot, oder fast purpurrot und von deren pfriemlichen Kelchzähnen die 2 äußeren 3 mal länger sind, aufweiche kurzhaarig raue Früchte folgen. Ist in Ägypten und Äthiopien heimisch und wird dort und im südlichen Europa kultiviert. Die Früchte – Mutterkümmel, römischer Kümmel oder langer Kümmel – sind im Umrisse lanzettlich länglich, 9 mm lang, fahl bräunlich und die Halbfrüchte mit 4 strohgelben, kurzhaarig schärflichen Reifen versehen. Dieselben besitzen einen eigentümlichen, starken, unangenehm gewürzhaften Geruch und Geschmack und enthalten als wirksamen Bestandteil ein ätherisches Öl.



Anwendung

Obwohl der Mutterkümmel eine erregende, blähung-treibende, dem gemeinen Kümmel ähnliche, nur kräftigere Wirkung besitzt, so wird er, wie das ätherische Öl, welches namentlich gegen Magenkrämpfe und hysterische Beschwerden empfohlen wurde, bei uns doch nur selten angewendet.

Bildnachweis: CC BY-SA 1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=172704

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