Melisse

(Melissa)


Rezepte


Altes Wissen

Gattung der Familie Lippenblütler mit oberseits flachem, 2-lippigem Kelche, wobei die Seitenzähne der oberen Lippe in einen an der Röhre hinabziehenden Kiel gefaltet sind, und einer 2-lippigen Blume, deren Oberlippe etwas gewölbt ausgerandet, die Unterlippe dagegen 3-lappig, von welchen der mittlere Lappen größer als die beiden anderen ist.

Gebräuchliche Melisse

(M. officinalis)

Hat einen ½ – 1 Meter hohen, 4-kantigen, buschigen Stengel mit oberseits etwas runzligen, unterseits erhaben netzadrigen und bleichgrünen Blättern, die außen und innen zottige Kelche haben, fein dornig zugespitzte Zähne, von welchen die beiden der unteren Lippe eirund lanzettlich, die 3 der oberen sehr kurz und der mittlere Zahn oft undeutlich ist. Die Blumen sind vor dem Aufblühen gelblich, dann werden sie weiß oder rosenrötlich überlaufen. Wächst an schattigen Stellen am Fuße der Gebirge im südlichen und stellenweise im mittleren Europa und blüht vom Juli bis September.
Die kurz vor der Blütezeit gesammelten und schnell getrockneten Blätter kommen als Melissenkraut in Anwendung. Diese Blätter, wenn sie gut getrocknet sind, und sorgsam aufbewahrt werden, behalten längere Zeit ihren angenehmen Zitronengeruch bei. Außerdem besitzen sie einen gewürzhaft bitterlichen und etwas herben Geschmack und enthalten ätherisches Öl, bitteren Auszugstoff und eisengrünenden Gerbstoff.



Anwendung

Das Melissenkraut wird als ein mild erregendes und beruhigendes, nach Art der Krauseminze, aber gelinder wirkendes Mittel, bei Unterleibsbeschwerden im Aufguss verordnet.
Auch äußerlich kommt das Kraut in Anwendung bei den zerteilenden Mitteln, und zu dem zusammengesetzten Melissengeiste oder dem Karmeliterwasser wird es gleichfalls genommen, im übrigen kann von einer Wirkung in der Heilkunst kaum die Rede sein.

Bildnachweis: By Werner100359 (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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