Pestwurz

(Petasites)

Gattung der Familie Vereinblütler, mit einem schwachen Außenkelche, einfacher Hülle und ungestrahlten, fast 2häusigen Köpfchen (siehe Abbildung).



Gebräuchliche Pestwurz

(P. offiicinalis)

Großer Huflattich, Wasserklette hat lang gestielte, sehr große, rundlich herzförmige, ungleich gezähnte Blätter, wobei die Lappen des Grundes abgerundet, oberseits kurzflaumig, unterseits grauflaumig sind. Die Blüte ist trüb purpur rötlich und die zusammengesetzten Blütenkörbchen bilden einen eiförmigen oder länglichen Strauß. Wächst an Bächen und Flüssen, besonders in Gebirgsgegenden, ziemlich häufig und blüht im März und April. Der Wurzelstock – Pestilenzwurzel – wurde früher häuslich, jetzt nur noch hier und da gesammelt. Derselbe ist getrocknet, außen dunkelgrau und runzlig, innen weißlich, markig und brüchig. Er hat einen unangenehm gewürzhaften, etwas scharfen Geruch, einen gewürzhaft bitterlichen, etwas herben Geschmack und enthält als Hauptbestandteile ätherisches Öl, Gerbstoff und bittern Auszugstoff.



Anwendung

Als erweichendes, eröffnendes und schweißtreibendes Mittel stand es früher in großem Ansehen und wurde gegen Gicht, Atemnot, fallende Krankheit, Menstruationsbeschwerden, bösartige Fieber und Pest, sowie äußerlich gegen fressende Geschwüre, früher mehr als heute verordnet.

Bildnachweis: By Enrico Blasutto (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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