Primel

(Primula)

Gattung der Familie Primelgewächse mit 5zähnigem oder 5spaltigem freiem Kelch, teller- oder trichterförmiger Blume mit walziger, an der Einfügungsstelle der Staubgefässe bauchig erweiterter Röhre, 5-spaltigem Saum und mit Deckklappenbesetztem oder nacktem Schlund.

Gebräuchliche Primel

(P. officinalis)

Gemeine Schlüsselblume, Himmelsschlüssel, Petersschlüssel, hat einen schiefen, kurzen, dicken, abgebissenen, knotigen, stark bezaserten Wurzelstock, der einzelne oder mehrere Schäfte treibt, die höher als die Blätter sind. Die blassgelben bis weißlichen Blumen, deren Kelch fast so lang als ihre Blumenröhre ist, sind wohlriechend, haben einen goldgelben Saum, 6 safrangelbe Flecken im Schlund und außerdem rundlich verkehrt herzförmige Zipfel. Wächst auf Wiesen und lichten Waldstellen im größten Teile von Europa und blüht vom März bis Mai.
Die aus den Kelchen gezupften Blumen – Schlüsselblumen – sind gebräuchlich. Dieselben besitzen im frischen Zustand einen etwas angenehmen, honigartigen Geruch, der aber beim Trocknen derselben viel schwächer wird, und einen süßlichen, schwach schleimigen Geschmack.



Anwendung

Diese Blumen werden besonders in Teeform als ein linderndes und schweißtreibendes Volksmittel gegen leichte Erkältungen und dadurch verursachte Brust- und Unterleibsbeschwerden angewendet, von Ärzten jedoch nur selten verordnet. Brustkranke gebrauchen noch häuslich einen Aufguss der Blumen, auch gegen Schwindel und Migräne sollen sie gute Dienste leisten. Essig, in welchem man Schlüsselblumenwurzel erweichen ließ, ist, in die Nase gezogen, ein gutes Mittel gegen Zahnweh.

Bildnachweis: Karl Gruber at German Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons



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