Thymian
(Thymus)


Steckbrief Thymian

  • Der Thymian ist nicht nur eine Gewürzpflanze, sondern auch eine Heilpflanze.
  • Er ist robust, wächst Jahr für Jahr und das bis in den Winter hinein.
  • Thymian hat sehr, sehr viele heilende Eigenschaften. Am besten entfaltet sich seine Heilkraft zugunsten unserer Atmungsorgane.
  • Verwendete Pflanzenteile: Blätter
  • Anwendungsgebiete: Atemwege, Verdauung, Stoffwechsel, Rheuma, Gicht, Frauenheilkunde, Nervensystem, Bewegungsapparat, Haut
  • Tipp: Thymianblätter für die Küche




Traditionelles Wissen über Thymian

Quendel, Gattung der Familie Lippenblümler, mit röhrigem 1 lippigem Kelche, dessen Oberlippe 3 zähnig und dessen Unterlippe 2 teilig mit 2 lippiger Blume, deren obere Lippe gerade ausgerandet, die untere 3 spaltig und ihr mittlerer Zipfel etwas länger und breiter als die seitlichen ist.

Gemeiner Thymian

(Th. vulgaris)

Echter Thymian, Garten-Thymian, ist ein buschiger Halbstrauch mit einer zaser-astigen Wurzel, dessen längere Aeste oft am Grunde niederliegend und etwas kriechend sind. Die kleinen dicklichen Blätter sind oberseits kurz und dichtflaumig, matt, graugrün und beiderseits eingestochen drüsig punktiert. Die Blütenstielchen sind entweder ebenso lang, oder länger oder kürzer als der Kelch, der aufrecht oder nuf dein abstehenden Blütenstielchen vorgestreckt, glockig-röhrig, drüsig punktiert, mit kurzhaariger Röhre und steif-haarig gewimperten Zähnen begabt und dessen Schlund vor und nach dem. Blühen durch einen dichten Kranz von Zotten geschlossen ist.

Die weißlichen oder lilafarbigen Blumen sind außen mehr oder weniger mit Drüschen bestreut.

Wächst auf unbebauten steinigen Hügeln im südlichen Europa und wird dort, sowie weiter nördlich, häufig in Gärten gezogen und blüht im Mai und Juni.

Die blühenden und beblätterten Äste sind das gebräuchliche Thymiankraut, welches einen starken,angenehm gewürzhaften Geruch, einen gewürzhaft- erwärmenden, etwas kampferartigen Geschmack besitzt und als Hauptbestandteile ätherisches Öl enthalt.

Anwendung

Das Thymiankraut wird als erregendes, nervenstärkendes Mittel mit andern gewürzhaften Kräutern äußerlich zu Bähungen, Umschlägen und Bädern angewendet. Ebenso wird das Thymianöl, das entweder gelblich oder farblos ist, und im Alter bräunlich wird, angewendet. Das Thymiankraut bildet ferner einen Bestandteil der wohlriechenden Spezies und wird in der Küche als Gewürzpflanze benützt.

Feld-Thymian

(Th. serpyllum)

Wilder Thymian, Quendel, Feldkümmel, hat Stengel, die zu mehreren aus einer holzigen, zaserastigen Wurzel kommen, dünn und 4 kantig sind und zwei gewölbte und zwei hohlrunde Seitenflächen bilden, oberwärts oft einfach sind und der ganzen Pflanze ein halbstrauchiges Ansehen verleihen. Die nach dem Blattstiele sich verschmälernden Blätter sind lederig, unterseits mit erhabenen Fiedernerven durchzogen und etwas bleicher grün. Der auf dem aufrechten Blütenstielchen nickende Kelch ist glockig-trichterig, mehr oder weniger drüsig punktiert, meist bräunlich-purpurrot überlaufen, hat eine stärker oder schwächer behaarte Röhre und steifhaarig gewimperte Zähne, die 2 fast borstlichen Zipfel der Unterlippe sind so lang, seltener etwas länger oder kürzer, als die zurückgebogene, 3 zähnige Oberlippe, und sein Schlund ist mit einem dichten Haarkranze besetzt. Die heller oder dunkler rote, selten weiße Blume ist außen drüsig punktiert.

Wächst ans Heiden, Triften, trockenen Grasplätzen, lichten Waldstellen und am Saum der Wälder über ganz Europa und blüht vom Juli bis September.

Die blühenden und beblätterten Stengel des Feld-Thymians uno seiner Arten liefern das Feldkümmel- oder Quendelkraut. Dasselbe besitzt einen starken, angenehm gewürzhaften Geruch, einen gewürzhaften, herb-bitterlichen Geschmack und enthält als Hauptbestandteile ätherisches Öl, Gerbstoff und bitteren Auszugstoff.




Anwendung

Der Quendel wird fast nur äußerlich als ein vorzügliches flüchtig-erregendes Mittel in Verbindung mit anderen wohlriechenden Kräutern angewendet und bildet einen Bestandteil der aromatischen Spezies. Der Quendelgeist wird bei Quetschungen, Verrenkungen, Geschwulsten und Lähmungen als Waschmittel gebraucht.

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