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Welches Pflanzenöl passt zu meinem Hauttyp?

Welches Pflanzenöl passt zu meinem Hauttyp

In der Regel kommen Pflanzenöle auf verschiedene Art und Weise in der Küche zum Einsatz. Doch nicht nur da ist ihre Verwendung hilfreich. Ganz klassisch denkt man nun vielleicht an Massageöle, die im Wellnessbereich Anwendung finden. Darüber hinaus machen naturbelassene Pflanzenöle aber auch einen Großteil der Hautpflege aus, da sie die Basis jeder Creme darstellen. Gleiches gilt für etliche Salben und Deodorants. Selbst beim Zähneputzen finden die wertvollen Öle ihre Anwendung. Man kann daraus aber auch eigenständig Pflege- und Reinigungsprodukte herstellen und die Haut dabei auf natürliche Weise unterstützen. Dabei dienen sie nicht nur der Funktionalität sondern stellen sich auch als besonders wertvoll für unsere Haut heraus. Allerdings ist es hierbei wichtig, auf den individuellen Hauttyp einzugehen und das dafür richtige Öl auszuwählen. 

Der Einsatz von Pflanzenölen in der Kosmetik

Vielleicht hast du bereits schon mal eine Haarkur mit Olivenöl gemacht oder DEO selbst hergestellt. Dann ist dir sicherlich bekannt, dass Pflanzenöle mehr können, als unsere Gerichte zu verfeinern. Sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe aus den jeweiligen Blüten, Blättern oder Früchten, von denen insbesondere unsere Haut profitieren kann. Deswegen bestehen Kosmetika in der Regel aus Pflanzenöl in Kombination mit Wasser, Emulgatoren sowie den Zusatz- und Wirkstoffen. Während das Wasser für den Feuchtigkeitsgehalt sorgt, bestimmen Pflanzenöle die Festigkeit des Produktes und nehmen Einfluss auf die Wirkung dessen. So unterschiedlich die Effekte der Herkunftspflanzen sind, so lässt sich logischerweise auch die Wirkung der Produkte durch gezieltes Einsetzen bestimmter Pflanzenöle bestimmen. Eine Sache haben sie dabei aber gemeinsam: Sie bringen Fettsäuren, Vitamine, Provitamine und Phospholipide in die Hautpflege ein. Besonders spannend ist dabei, dass Pflanzenöle generell über die Eigenschaft verfügen, tiefer in Hautschichten einzudringen und ihre Wirkung von Innen nährend zu entfalten. Das tiefe Eindringen in die Hautschichten bringt zusätzlich den Vorteil mit sich, dass die Haut mit Hilfe der Pflanzenöle gründlich gereinigt werden kann. 

So gelingt die Aufnahme von Nährstoffen über die Haut

Es ist unsere Aufgabe, unseren Organismus mit den Nährstoffen zu versorgen, die er für ein gesundes Leben benötigt. Nun denkst du wahrscheinlich als erstes an die Ernährung, die möglichst frisch und ausgewogen sein sollte, damit die Vielzahl an Nährstoffen ausreichend vorhanden ist. Dies ist auch absolut richtig und stellt die primäre Versorgung unseres Körpers dar. Es ist allerdings inzwischen auch nachgewiesen, dass über die Haut ebenfalls Substanzen in das Körperinnere dringen können. Das Prinzip, welches dahinter steckt, nennt sich Diffusion. Hierbei handelt es sich um einen physikalischen Prozess, innerhalb dessen eine gleichmäßige Verteilung von Teilchen und somit eine vollständige Durchmischung von Stoffen angestrebt wird. Beruhen tut dieses Prinzip auf der thermischen Bewegung von Teilchen. Anschaulich wird dieser Prozess beispielsweise, wenn man einen Tropfen Tinte in ein Glas Wasser gibt. Nach kurzer Zeit verteilt sich der Farbstoff im gesamten Glas. Nicht ganz so einfach und schnell läuft die Diffusion von Nährstoffen über die Haut ab. Diese stellt nämlich eine Art Barriere dar, die zuerst überwunden werden muss, gleichzeitig bildet sie aber auch die Brücke in das Körperinnere. Die äußere Hautschicht (Stratum corneum) steht im ständigen Kontakt zur Umwelt und stellt auch für die Aufnahme von Nährstoffen über die Haut die erste Anlaufstelle dar. Aufgenommen werden diese vor allem in Form von Diffusion durch die Hornschicht. Die Aufnahme über die Poren beispielsweise spielt wider Erwarten kaum eine Rolle, da insgesamt der Anteil an Haarfollikeln, Talg- und Schweißdrüsen zu gering ist. Der Transport erfolgt entweder interzellulär oder transzellulär. Dies ist abhängig davon, worin sich die jeweiligen Stoffe besser lösen. Lipophile, also solche, die sich gut in Fetten und Ölen lösen, werden eher interzellulär transportiert. Die Aufnahme hydrophiler Stoffe wiederum wird als überwiegend transzellulär eingestuft.

Wieso die Aufnahme über die Haut so wichtig ist

Unsere Haut ist unser größtes Organ und dieses zu schützen und mit ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffen zu versorgen, ist äußerst wichtig. Die Zellen der Haut besitzen, im Gegensatz zu anderen Geweben unseres Körpers, eine lebenslange Fähigkeit zur Teilung und Regeneration. Im Laufe des Alters lässt diese jedoch nach. Damit dieses immense Erneuerungsprogramm also möglichst lange reibungslos von statten gehen kann, ist eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen, vor allem von Mikronährstoffen, von großer Bedeutung. Der Körper benötigt diese als Cofaktoren für enzymatische Reaktionen, als Energielieferanten oder auch als Baustoffe für bestimmte Prozesse. Aber auch als Schutzfaktor spielen bestimmte Nährstoffe eine große Rolle. Deswegen enthalten Pflegeprodukte häufig Mikronährstoffe, die durch eine topische Anwendung eine direkte Schutzwirkung „von außen“ ausüben. Beispielsweise Antioxidantien, die im Kampf gegen freie Radikale unterstützen. Der Bedarf der Haut an einer Grundversorgung an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen ist demnach gegeben. Die Folgen einer Unterversorgung machen sich beispielsweise in Form eines schlechtes Hautbildes bemerkbar. Auch die vorzeitige Alterung der Haut kann auf einen Mangel an Nährstoffen hindeuten. In der Wissenschaft geht man sogar so weit, dass die Haut als Spiegel der Funktionstüchtigkeit und Alterung der inneren Organe gesehen wird. Dabei gilt jedoch zu bedenken, dass sich ein solch ausgeprägter Nährstoffmangel meist erst nach längerer Zeit in Form von ernährungsspezifischen Begleiterscheinungen bemerkbar macht. Die biochemischen Abläufe in unserer Haut können aber schon lange davor nicht mehr optimal ablaufen. Somit ist die Energieversorgung eingeschränkt und auch die Hauterneuerung gerät ins Stocken. Eine ausreichende Versorgung der Haut sollte deswegen sowohl von innen als auch von außen stets gewährleistet sein. 

Neben dem Aufrechterhalten der notwendigen Prozesse in unserer Haut, kann man sich den Prozess der Diffusion von Wirkstoffen über die Haut auch anderweitig zunutze machen. Insbesondere in der Medizin greift man gerne darauf zurück. So ist die Wirksamkeit von Hormonpflastern zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden sowie Nikotinpflastern zur Raucherentwöhnung auf eben diese Prozesse zurückzuführen. Es gibt aber auch Negativbeispiele, die uns zeigen, dass es unglaublich wichtig ist, auf die Qualität von Pflegeprodukten beziehungsweise deren Inhaltsstoffe zu achten. Häufig sind in Cremes Parabene enthalten, in Deos ist es Aluminium. Hierbei handelt es sich um gesundheitsschädigenden Stoffe, die besser nicht in unseren Organismus gelangen sollten. Dass aber genau das passieren kann, lässt sich durch Untersuchungen der Körperflüssigkeiten nah Anwendung solcher Produkte nachweisen. Dies zeigt uns wieder einmal, dass eine dringende Notwendigkeit der Verwendung von möglichst naturbelassenen und biologischen Produkten besteht. Pflanzenöle stellen daher eine optimale Grundlage dar, da sie in der Regel frei von Schadstoffen und dafür reich an wertvolle Nährstoffen sind. Ein ganzheitlich bestehender Nährstoffmangel kann zwar über eine kosmetische Nährstoffzufuhr nicht ausgeglichen, ein aus der Balance geratener Funktionskreislauf jedoch entschärft werden. Somit können Pflanzenöle zur Wiederherstellung einer gesunden und aktiven Haut- und Gewebefunktion beitragen. Die genaue Zusammensetzung der enthaltenen Nährstoffe unterscheidet sich aber von Öl zu Öl. Außerdem hat die Haut eines Menschen ganz individuelle Bedürfnisse. Es ist deswegen wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen, um auch die Wahl der zu verwenden Pflanzenöle in Abhängigkeit zum Hauttyp richtig treffen zu können. 

Diese verschiedenen Hauttypen gibt es

So einzigartig unser Körper ist, so ist es auch unsere Haut. Das macht Hautpflege auch so individuell. Bevor man sich mit diversen Kosmetikartikeln eindeckt, sollte man zuerst herausfinden, was die eigene Haut eigentlich braucht. Dazu hat man die Haut in verschiedene Typen unterteilt und kategorisiert. Bei den vier Hauttypen macht man die Unterscheidung zwischen normaler, trockener, öliger Haut und Mischhaut. Viele Menschen kennen ihren Hauttyp jedoch gar nicht oder gehen von einem ganz anderen aus. Auch kann sich dieser im Laufe des Lebens verändern, weshalb auch die Hautpflege angepasst werden sollte. Im Folgenden sind die einzelnen Hauttypen mit den entsprechenden Merkmalen näher beschrieben, sodass du deinen individuellen Typ bestimmen kannst.

Normale Haut

Eine normale Haut ist wahrscheinlich der Wunsch eines jeden und gilt als gängiges Schönheitsideal. Tatsächlich ist dieser Hauttyp jedoch sehr selten und tritt vor allem in jüngeren Jahren auf. Die Hautbeschaffenheit ist dann ausgeglichen und ausgewogen. Während bei vielen Menschen die Talgproduktion entweder zu schwach oder zu stark ausgeprägt ist, ist diese bei Personen mit normaler Haut genau im Gleichgewicht. Das Erscheinungsbild ist deswegen leicht rosig und zart und sowohl trockene als auch fettige Areale sind nicht zu erkennen. Auch schuppige oder entzündete Hautzonen fehlen. Die Spannkraft ist zudem besonders hoch und die Poren klein und fein. Aufgrund des ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalts ist normale Haut fest und widerstandsfähig. Sie reagiert deswegen viel seltener auf bestimmte externe Reize und Umwelteinflüsse. Beispielsweise die eisige Kälte im Winter. Auch die Pflege und Reinigung von normaler Haut ist aus diesem Grund in gewisser Weise anspruchslos. Um das Gleichgewicht nicht zu stören, sollten möglichst milde und sanfte Produkte verwendet werden. Gerade die natürlichen Pflanzenöle bieten sich deswegen zur Pflege normaler Haut an. 

Trockene Haut

Eine trockene Haut macht sich vor allem durch ein unangenehmes Spannungsgefühl bemerkbar sowie schuppige Stellen. Häufig löst die trockene Haut auch einen Juckreiz aus. Auf rauen Wangen entwickeln sich zudem rasch feine Fältchen. Allgemein erscheint trockene Haut oft müde und fahl. Ihr fehlt es nämlich an Feuchtigkeit und Fetten. Hält dieser Zustand länger an, zieht sich die Haut pergamentartig zusammen. Es können dann auch vermehrt Schuppen, Risse und Entzündungen auftreten. Bei der Pflege ist es deswegen wichtig, dass diese rückfettend ist und die Haut mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Eine trockene Haut ist zwar meistens auf eine Veranlagung zurückzuführen, dennoch kann eine falsche Pflege die Trockenheit zusätzlich verstärken. Das Aufrechterhalten einer intakten Hautbarriere steht neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr von Innen bei trockener Haut an oberster Stelle. Dies ist insbesondere auch im Alter wichtig, da unsere Haut ebenfalls älter und dünner sowie verletzlicher wird. Trockene Haut im Alter ist demnach ein häufiges Problem. 

Ölige Haut

Von öliger oder fettiger Haut spricht man dann, wenn auf dieser ein öliger Glanz liegt. Außerdem sind die Poren der Betroffenen häufig vergrößert, da die Talgproduktion bei öliger Haut überdimensional hoch ausfällt. Talg ist in erster Linie etwas Gutes, da er die Haut geschmeidig macht und sie vor dem Austrocknen bewahrt. Darüber hinaus schützt Talg die Haut vor Umwelteinflüssen und dem Eindringen von Krankheitserregern. Wird jedoch zu viel Talg gebildet, können die Talgdrüsen verstopfen und der Talg fließt nicht mehr richtig ab. Diese Ölschicht verleiht der Haut den bereits beschriebenen Glanz und bietet gleichzeitig den Bakterien einen idealen Nährboden. Daher ist das nächste Merkmal von öliger Haut die schnell auftretenden Unreinheiten. Mitesser und Pickel sind keine Seltenheit. Besteht zusätzlich auch noch ein inneres hormonelles Ungleichgewicht, entstehen häufig entzündliche Hautveränderungen, wie Papeln und Pusteln. Personen mit öliger Haut neigen deswegen auch zu Akne. Es gibt allerdings auch Vorteile. So schützt der Ölfilm auf der Haut diese zusätzlich vor äußeren Umwelteinflüssen, weshalb die Haut widerstandsfähiger ist. Außerdem bilden sich vielfach erst später Falten. Um wieder ein gesundes Gleichgewicht herzustellen, sollte bei der Reinigung und Pflege öliger Haut darauf geachtet werden, diese nicht zu stark zu entfetten. Auch wenn dies vielleicht auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, antwortet die Haut darauf mit einer noch stärkeren Talgproduktion. Vielmehr sollte die Haut schonend mit Produkten mit neutralem oder schwachem pH-Wert gereinigt werden. 

Mischhaut

Häufig mit öliger Haut verwechselt wird die sogenannte Mischhaut. Denn auch wenn diese ebenfalls zu einem öligen, glänzenden Aussehen in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) neigt, ist sie im Gegensatz zu öliger Haut grundsätzlich eher trocken. Vor allem in den Seitenpartien. Die Poren sind bei Personen mit Mischhaut eher größer. Mitesser und Pickel treten ebenfalls gelegentlich auf. Gleichzeitig weist die Hautstruktur im Wangen- und Augenbereich häufig trockene und manchmal sogar schuppige Stellen auf. Der Teint ist unausgeglichen und in der T-Zone sind häufig Rötungen zu erkennen. Die Wangen wiederum wirken fahl. Da die Haut sowohl trockene als auch ölige Partien aufweist, empfiehlt sich wieder eine milde ölhaltige Reinigung. Auch bei der anschließenden Pflege kann für beide Stellen ein Öl verwendet werden. 

In welchem Zustand befindet sich deine Haut aktuell? 

Anhand der Einteilung in die verschiedenen Hauttypen lässt sich schon grob sagen, auf was es bei der Pflege der Haut ankommt. Neben den vier Hauttypen gibt es aber auch noch weitere Unterteilungen in verschiedene Hautzustände, die bei der Wahl der passenden Pflanzenöle entscheidend sein können. Da sich auch die Hautzustände mit der Zeit ändern können, empfiehlt es sich diese regelmäßig zu bestimmen.  

Dehydrierte Haut

Ist die Haut dehydriert, kann man neben schuppigen Stellen auch frühzeitig leichte Linien erkennen. Der Teint ist fahl und matt und die Person schaut müde aus. Ein solch dehydrierter Hautzustand wird oft der trockenen Haut zugeschrieben. Dies ist jedoch nicht ganz richtig, da dieser Hauttyp auf eine genetisch bedingte geringe Talgproduktion zurückzuführen ist. Bei dehydrierter Haut handelt es sich um einen temporären Zustand der Haut, welcher darauf zurückzuführen ist, dass in der Haut aufgrund äußerer Einflüsse zu wenig Wasser vorhanden ist. Äußere Einflüsse wie Kälte oder Sonnenbrand können die Hautbarriere angreifen und somit die Verdunstung von Feuchtigkeit begünstigen. Da der Haut in diesem Zustand vor allem Feuchtigkeit fehlt, ist es ganz besonders wichtig, ausreichend zu trinken, eine entsprechende Feuchtigkeitspflege aufzutragen (z.B. mit Hyaluron) und diese mit einem nährenden Pflanzenöl (z.B. Jojobaöl) wirksam zu halten. 

Empfindliche Haut

Eine einheitliche Definition für diesen Hautzustand gibt es leider nicht. Sensible Haut, Problemhaut und empfindliche Haut werden häufig als Synonym verwendet. Häufig ist es ein eher subjektives Gefühl, welches auf eine empfindliche Haut schließen lässt. Beispielsweise weil diese sehr sensibel ist und schnell auf äußere und innere Reize reagiert. So kann bereits eine Berührung zu plötzlichem Erröten führen. Spannungsgefühl, Schuppen und Juckreiz treten ebenfalls gerne auf. Ein behutsamer Umgang mit unserer Haut ist deswegen ganz besonders wichtig. Außerdem gilt es die Ursache für den sensiblen Hautzustand herauszufinden, damit diese behoben oder in Zukunft umgangen werden kann. Bei der Umgewöhnung auf neue Produkte sollte man empfindlicher Haut außerdem die notwendige Zeit geben. Die Stärkung der Hautbarriere liegt bei der Auswahl der Produkte im Fokus. Alkoholhaltige Pflegeprodukte sollten deswegen aussortiert werden. Generell ist es ratsam, bei empfindlicher Haut nur so viel wie nötig an deine Haut zu lassen. Neben Alkoholen kann diese nämlich auch mit Irritationen auf Duftstoffe, ätherische Öle und Konservierungsmittel reagieren.

Reife Haut

Wie der Name schon vermuten lässt, ist reife Haut ein Hautzustand, den wir alle irgendwann erreichen. Unsere Haut altert mit uns und verändert sich im Laufe der Zeit. Bereits im Alter von 25 Jahren beginnt sich die Haut zu verändern. Die Haut verliert an Spannung und Elastizität, wird allgemein dünner, trockener und auch anfälliger. Dieser Prozess ist ganz natürlich, weshalb man ihn zu Beginn kaum wahrnehmen kann. Bis man erste Zeichen der Hautalterung in Form von kleinen Fältchen erkennen kann, vergeht einiges an Zeit. Darüber hinaus ist der Prozess individuell. Bei manchen zeigt sich dieser Hautzustand früher, bei anderen später. Dies hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem unsere Gene und Hormonen. Doch auch die Lebensweise und Ernährung kann den Prozess der Hautalterung beeinflussen. Ein weiterer Faktor ist außerdem die Sonneneinstrahlung und wie gut man sich um den Schutz der Haut vor UV-Strahlung kümmert. Neben täglichem Sonnenschutz (auch im Winter) profitiert reife Haut außerdem von einer gezielten und nährstoffreichen Pflege. So kann ein Vitamin-C-Serum der Haut neue Frische schenken und Fältchen vorbeugen. Das Gel der Aloe Vera Pflanze gibt der Haut außerdem die verlorene Feuchtigkeit zurück, sodass sie wieder straffer und praller wird. 

Unreine Haut

Von unreiner Haut sind häufig Jugendliche in er Pubertät betroffen. Aber auch im Erwachsenenalter kann dieser Hautzustand eintreten. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Hormonelle Ungleichgewichte können eine Ursache darstellen. Äußern tut sich die unreine Haut in Form von Mitessern und entzündeten, kleinen Pusteln. Dieser Zustand wird häufig dem öligen Hauttyp zugeordnet, da eine übermäßige Talgproduktion und Verhornung die Grundlage für Mikroentzündungen an Talgdrüsen und Haarfollikeln bildet. Das Propionibacterium acnes, welches auch an der Pathogenese der Akne beteiligt ist, fühlt sich beispielsweise besonders wohl auf dem öligen Nährboden. Um unreiner Haut entgegenzuwirken, ist es deswegen wichtig, die Talgproduktion wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Austrocknende Reinigungsprodukte sollten strikt vermieden werden. Vielmehr eignen sich milde Reinigungsöle und eine verlässliche Hautpflege.  

Pflanzenöle, die für die Pflege der Haut geeignet sind

Obwohl Pflanzenöle in der Regel gleich aussehen, sich ähnlich anfühlen und maximal in der Farbe Unterschiede aufzeigen, bringen diese oft diverse Eigenschaften mit sich. Deswegen ist es wichtig, ein für seinen Hauttyp und Hautzustand geeignetes Pflanzenöl zu verwenden. 

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Komedogenität der Öle. Mit diesem Thema sollte man sich vor allem dann auseinandersetzen, wenn man zu Unreinheiten neigt. Komedogenität beschreibt den Grad der Verhärtung der Poren, welchen eine Substanz auf der Haut verursacht. Vielleicht hast du dir bereits die Frage gestellt, ob die Verwendung von Ölen auf deiner Haut nicht noch zusätzlich zu Verstopfungen führt? Dies ist glücklicherweise nicht der Fall, wenn es sich um nicht komedogene Öle handelt. Diese können nämlich ohne Probleme von der Haut absorbiert werden. Solche Öle sind allerdings eher selten. Die meisten Öle weisen eine große Komedogenität auf. Diese können wiederum nicht direkt in die Haut eindringen, sondern verbinden sich stattdessen mit dem körpereigenen Keratin und es kommt zu Verhärtungen. Dadurch können alte Hautzellen nicht schnell genug abgestoßen werden. Im Gegenzug breiten sich Hefepilze aus und verursachen Mitesser und Pickel. 

Gemessen wird die Komedogenität der Öle anhand einer Skala von 0 bis 5:

  • 0 = nicht komedogene Öle, wie z.B. Arganöl, Hanföl und Sheabutter
  • 5 = sehr komedogen Öle, wie z.B. Kakaobutter und Weizenkeimöl

Der Komedogenitätsgrad des Pflanzenöls entscheidet, an welchen Stellen des Körpers sich ein Einsatz lohnt. So sind sehr komedogen Öle vor allem an diesen Stellen wertvoll, an welchen sich weniger Talgdrüsen befinden. Die Haut unter den Augen weist beispielsweise wenig Fettgewebe auf und auch an Bauch, Beinen und Händen muss man nicht mit Mitessern rechnen, weshalb diese Öle dort bedenkenlos eingesetzt werden können. Leichte bis mittelschwach komedogene Öle eignen sich wunderbar zur Pflege trockener bis normaler Haut. Nicht komedogene Öle sind wiederum optimal geeignet für die Verwendung bei unreiner Haut. Zum einen können sie als Basisöl fungieren, welches die Poren nicht verstopft. Zum anderen sind in vielen Ölen auch entzündungshemmende, antimikrobielle und regenerierende Wirkstoffe enthalten, die bei der Behandlung der Unreinheiten unterstützen können. 

Die Verwendung folgender Pflanzenöle im Gesicht bietet sich bei den entsprechenden Hauttypen an:

Hauttyp/ HautzustandEmpfohlenes Pflanzenöl
Normale HautLavendelöl, Mandelöl, Arnikaöl, Ringelblumenöl, Granatapfelöl
Trockene Haut Lavendelöl, Mandelöl, Aloe Vera, Avocadoöl, Sanddornöl, Granatapfelöl, Wildrosenöl, Arnikaöl
Ölige HautLavendelöl, Mandelöl, Arnikaöl
MischhautJojobaöl, Arganöl, Avocadoöl, Rizinusöl, Nachtkerzenöl, Hanfsamenöl
Empfindliche HautLavendelöl, Mandelöl, Granatapfel, Ringelblumenöl, Wildrosenöl, Arnikaöl, Hanfsamenöl, Kokosöl, Walnussöl
Reife HautLavendelöl, Mandelöl, Granatapfelöl, Nachtkerzenöl, Sanddornöl, Wildrosenöl, Arnikaöl, Arganöl, Traubenkernöl
Unreine HautLavendelöl, Mandelöl, Ringelblumenöl, Sanddornöl, Arnikaöl, Nachtkerzenöl, Distelöl, Jojobaöl, Hanfsamennöl

Es gibt außerdem Öle, die in speziellen Fälle wie dem Wunsch der Narbenreduzierung hilfreich sind. Dazu zählt neben dem Hagebuttenöl auch das gut riechende Aprikosenkernöl. Auch bei Schwangerschaftsstreifen kann man von Pflanzenölen profitieren. So zum Beispiel von Arganöl, Rizinusöl und Kakaobutter. Speziell zur Behandlung von Ekzemen eignet sich das Nachtkerzenöl sowie Weizenkeimöl und ebenfalls das Aprikosenkernöl.

Hautpflege selber machen

Die Informationen rund um die Verwendung und Einsatzgebiete von Pflanzenölen sind vor allem dann hilfreich, wenn man Hautpflege selbst herstellen möchte. Der Wunsch nach natürlichen Hautpflegeprodukten wird innerhalb unserer Gesellschaft immer größer. Inhaltstoffe werden kritischer hinterfragt und Bio-Qualitäten immer häufiger eingefordert. Da die Herstellung von Hautpflegeprodukten heutzutage auch in der eigenen kleinen Küche möglich ist, stellt dies eine realistische Alternative zu konventionell hergestellten Produkten dar. Vor allem dann, wenn die eigene Haut empfindlicher ist und man deswegen möglichst auf Zusatzstoffe verzichten möchte. 

Im Folgenden möchten wir das Rezept für ein bewährtes Hautpflegeöl des Klinikums Neuperlach teilen, welches nicht nur sehr verträglich ist, sondern dazu auch wundheilende, entzündungshemmende und hautregenerierende Eigenschaften aufweist. 

  • 40 ml Mandelöl süß (Prunus dulcis var. dulcis) oder Aprikosenkernöl (Prunus armeniaca)
  • 5 ml Weizenkeimöl (Triticum aestivum)
  • 5 ml Johanniskrautöl (Hypericum perforatum)
  • 5 Tropfen ätherisches Sandelholzöl (Santalum album)

Nicht zuletzt können Pflanzenöle auch als reines Produkt zur Hautreinigung dienen oder zusammen mit Haferflockenschleim zu einem natürlichen Hautreinigungsprodukt verrührt werden. Ja, du hast richtig gelesen! Haferflocken, aufgelöst in etwas Wasser, bedeuten für empfindliche und gereizte Haut eine wahre Wohltat. Möchte man das reine Öl als Pflege für die Nacht verwenden, sollte dieses möglichst auf feuchte Haut aufgetragen werden. In diesem Fall entsteht eine Emulsion, die gut in die Haut eindringen kann. Außerdem sollten auch immer nur wenige Tropfen verwendet werden, da sich die Haut ansonsten schnell unangenehm klebrig anfühlt. 

Hautpflege im Winter anpassen

Der bevorstehende Winter fordert unsere Haut nochmal mehr. Zu der eisigen Kälte kommt ein weiterer äußerer Einflussfaktor, der unsere Haut strapaziert: Trockene Heizungsluft. Diese schenkt uns zwar Wärme, verändert aber gleichzeitig auch den Feuchtigkeits- und Fettgehalt unserer Haut. Dieser sinkt sowieso schon parallel zu den Temperaturen. Trockene Heizungsluft entzieht der Haut dann noch zusätzlich Feuchtigkeit. Besonders bei empfindlicher Haut merkt man diese Einflüsse relativ deutlich. Die Haut beginnt zu spannen und jucken. Während unsere Haut im Sommer also vor allem Feuchtigkeit benötigt, sollte die Pflege im Winter insbesondere einen hohen Fettanteil aufweisen. Dies gilt übrigens gleichermaßen für unsere Gesichtshaut und den gesamten Körper. Sind einzelne Hautpartien besonders trocken und schuppig, können diese zusätzlich mit speziellen Feuchtigkeitsseren behandelt werden. Die milde Reinigung wird in der kalten Jahreszeit auch nochmal viel wichtiger, weshalb Pflanzenöle zu einer wertvollen Alternative werden. 

Fazit 

Pflanzliche Öle sind ein wichtiger Bestandteil diverser Kosmetikprodukte und können die Pflege und Reinigung deiner Haut auf natürliche Art und Weise unterstützen. Dabei befreien sie dein Gesicht nicht nur besonders effektiv von Schmutz und Make-up aller Art, sie enthalten auch noch zahlreiche Vitamine und Nährstoffe, die die Haut zusätzlich nähren und pflegen. Je nachdem welchen Hauttyp man hat und in welchem Zustand sich dieser befindet, eignen sich unterschiedliche Öle. Während die Pflege trockener Haut besonders reichhaltig und nährend sein sollte, ist im Fall von unreiner Haut vor allem darauf zu achten, dass die verwendeten Pflanzenöle nicht komedogen sind. Neben der Verwendung des reinen Pflanzenöls, beispielsweise zur Hautreinigung, können daraus auch natürliche Pflegeprodukte in der eigenen Küche hergestellt werden. So beispielsweise Hautpflegeöle, die in ihrer Kombination gleich mehrere Eigenschaften aufweisen. 

Titelbild von Alexandr Ivanov auf Pixabay


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