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Wein fördert die Gesundheit


Ein sehr interessanter Artikel über die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein:

Der erste Wein mit Beipackzettel

Von Uta Grossmann / Professor Dr. Michael A. Popp ist nicht nur Chef des Phyto-Herstellers Bionorica, er ist auch Eigentümer eines Weinguts. Der Pharmazeut baut auf der Baleareninsel Mallorca Wein an und analysiert dessen gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.

Der Bionorica-Chef Popp hat sich als Unternehmer auf dem Feld pflanzlicher Arzneimittel wie Sinupret längst einen Namen gemacht. Weltweit lässt der Pharmazeut die pharmakologischen Wirkprofile von Heilpflanzen erforschen, um sie gezielt für seine Phytopharmaka einsetzen zu können. Die Erkenntnisse aus der Arzneimittelherstellung nutzt er auch für seine zweite Leidenschaft, den Weinbau. Popp baut auf dem mallorquinischen Landgut Castell Miquel Weine an, die nicht nur die Sinne erfreuen, sondern auch die Gesundheit fördern sollen.

(…)

Wein als Medizin

Schon in alter Zeit wurde Wein zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Hippokrates (etwa 460 bis 370 vor Christus) empfahl bei Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen mit Wasser verdünnten Wein. Der griechische Arzt setzte Wein auch zur Wundbehandlung, bei Augenkrankheiten und als Schlaf- und Beruhigungsmittel ein.

Römische Soldaten desinfizierten ihre Wunden mit Wein und gaben ihn ins Trinkwasser, um dessen hygienische Qualität zu verbessern. Nicht auszuschließen ist, dass sie sich vor dem Gemetzel Mut angetrunken haben. Ob das klug war, steht auf einem anderen Blatt, denn Alkohol vermindert die Muskelspannung, und das dürfte in einer altrömischen Schlacht Mann gegen Mann eher lebensverkürzend gewirkt haben.

Im Mittelalter verwendete die Mystikerin Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) erhitzten und verdünnten Wein, oft zusammen mit unterschiedlichen Kräutern, zur Bekämpfung von vielerlei Leiden – unter anderem gegen schwarzgallige Wut.

Auch Friedrich Hoffmann (1660 bis 1742) nutzte Wein als Medizin. Eines seiner Medikamente, als »Hoffmanns Tropfen« bekannt, besteht aus Alkohol und Äther. Hoffmann war der erste Medizin-Professor der Universität Halle und Leibarzt am preußischen Königshof. Friedrich I. berief ihn aus Halle nach Berlin. Später kurierte Hoffmann dessen schwer erkrankten Sohn, Friedrich Wilhelm I., den Soldatenkönig. Hoffmann soll eine Weinkur erfunden haben, die mit anderthalb Litern pro Tag begann und fünf Wochen dauerte. Die Dosis steigerte sich auf sechs bis acht Liter Wein pro Tag. Wie viele Patienten diese Therapie überlebt haben, ist nicht überliefert.

Noch 1892 wurden Weiß- und Rotwein nach ärztlicher Verordnung in der Apotheke an Patienten abgegeben – die Krankenkasse übernahm die Kosten.”

Quelle: Pharmazeutische Zeitung Online


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