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Cajebutbaum

04.03.2016 um 02:03
Insel-Myrtenheide (M. nesophila)

Cajebutbaum

(Melaleuca)

Gattung der Familie Myrtengewächse, mit halbkugeliger Kelchröhre, 5 teiligem abfälligem Saum und 5 im Kelchschlunde befestigten Blumenblättern. Dreifächerige, vielsamige, in der verholzenden, dem Zweige aufgewachsenen Kelchröhre eingeschlossene und mit ihr verwachsene Kapsel, die auf dem Scheitel aufspringt.



Echter Cajeputbaum

(M. cajeputi)

Ist ein immergrüner Baum von mittlerer Größe mit einem schenkeldicken Stamme, der unterwärts schwärzlich, wie verbrannt, oberhalb blass-grau ist und eine dicke in Lamellen sich abschälende Rinde hat. Die jüngeren Zweige sind übergebogen oder hängend, die Blüten weißlich. Über den ausgewachsenen, mehrere Jahre bleibenden Früchten, setzt sich meist der Zweig in einem Gipfeltriebe fort, so dass man an dem nämlichen Reise die Frucht mehrerer Jahre in verschiedenen Höhen unterscheiden kann.
Findet sich auf den molukkischen Inseln, auf Celebes und Vorueo.

Weißrindiger Cajeputbaum

(M. leucadendron)

Der nicht nur auf den Molukken, fondern auch auf den übrigen indischen Inseln wächst, ist ein größerer, oft 6 Meter hoher Baum, mit einem bis 6 cm dicken Stamm, der sich außerdem durch breitere, mehr sichelförmige, kahle Blätter und kahle Zweige, ferner durch etwas größere, in längeren und mehr unterbrochenen Ähren stehende Blüten unterscheidet.
Beide Baumarten liefern das aus den Blättern durch Destillation dargestellte Cajeputöl. Dasselbe ist ein blass-grünes, nicht selten durch Kupfergehalt grasgrünes ätherisches Öl, von einem spezifischen Gewichte == 0,91 – 0,94, welches im gereinigten Zustande farblos und in feinem chemischen Verhalten dem Terpentinöl und Kampfer nahe verwandt ist. Es siedet bei 175° C. hat einen eigentümlich durchdringenden, gerade nicht unangenehmen Geruch, sowie einen scharfen und aromatischen Geschmack. Es kommt von den Molukken meist über London zu uns in den Handel.



Anwendung

Es besitzt eins den übrigen ätherischen Ölen ähnliche, aber weniger erhitzende und länger andauernde Wirkung und wird jedoch nur durch Rektifikation gereinigt, innerlich und äußerlich bei Asthma, Kolik, Schlund- und Blasenlähmung, Epilepsie, Veitstanz, Magenkrampf, namentlich aber äußerlich bei Nervenschmerzen, Gicht, Lähmungen, als Wurmmittel und, in den hohlen Zahn gebracht, gegen Zahnschmerzen, bei Taubheit auf Baumwolle in den Ohren, sowie zu Einreibungen und Waschungen z. B. zum Vertreiben des Ungeziefers angewendet. Das Cajeputöl wird nicht selten verfälscht, indem man ein ihm ähnlich riechendes ätherisches Öl durch Destillation von Rosmarin-, Lavendel- und Terpentinöl über Kardamomen und Kampfer darstellt und demselben durch Zusatz von Kupferchlorid eine grüne Farbe verleiht. Dieses verfälschte Cajeputöl ist durch sein Verhalten gegen Jod, mit welchem es sich entzündet, was bei dem echten Öle nicht der Fall ist, zu erkennen.

Bildnachweis: I, Muritatis [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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