Ackerrettich

(R. Raphanistrum)

Art der zur Familie der Kreuzblümler gehörenden Gattung Rettich (Raphanus), welche sich durch eine lineale, oben länglich kegelförmige Schote, durch den geschnörkelten Griffel kennzeichnet. Derselbe hat einen aufrechten, kahlen, oben einzelbehaarten, astigen Stengel, Eierförmige, am Grunde oft gefiederte Blätter, von welchen die oberen lanzettlich sind, weiße oder weißlich gelbe, mit purpurfarbigen Adern durchzogene, seltene, blassgelbe, ziemlich große Blüten und eine Rosenkranz artig gegliederte,in einen Schnabel endende Schote, welche bei der Reife gerieft ist. Findet sich auf den meisten Saatfeldern als lästiges Unkraut.




Anwendung

Die Samen finden in der Heilkunde dieselbe Verwendung wie jene des schwarzen Senfs, nur haben sie nicht die gleiche Wirkung, wie dieser, zur Folge. Sie werden, ihrer auflösenden, reizenden, namentlich ihrer harntreibenden Eigenschaften wegen bei all zu großer Schleimabsonderung der Atmungs- und Verdauungsorgane angewandt. Der Rettich wirkt außerordentlich kräftig auf den Urin, und wird häufig gegen Wassersucht angewendet. Gegen Sommersprossen sind sie probat. Scharfe schwarze Rettiche werden in Scheiben geschnitten, in einer zinnernen Schüssel mit Salz bestreut, und mit deren Brühe die Sommerflecken eingerieben.

Bildnachweis: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=289985





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