Ahorn

(Acer)

Gattung der Familie Seifenbaumgewächse. Ansehnliche Bäume, 13-18m hoch, mit ungeteilten, oft handförmig-gelappten Blättern.

Feldahorn

(A. campestre)

Masholder, ist ein Strauch oder Baum mit rissiger, an den Ästen meist knotiger Rinde, kleinen fünflappigen Blättern und in aufrechten, weichhaarigen Doldentrauben stehenden Blüten. Findet sich an Wäldern und Hecken allenthalben.

Anwendung.

Das harte Holz dieser Ahorn Art wird von den Drechslern verwendet, die Schösse derselben geben Pfeifenröhren und aus den Wurzelmasern werden die bekannten Ulmer Pfeifenköpfe geschnitten.

Gemeiner Ahorn

(A. pseudoplatanus)

Berg-Ahorn, weißer Ahorn, Waldahorn, ist ein schöner Baum mit dicht belaubter Krone, graubrauner Rinde und handförmigen, fünflappigen, unten weichhaarigen Blättern, dessen gelblich grüne Blüten in ästigen, hängenden Doldentrauben stehen. Derselbe findet sich in Bergwäldern.

Anwendung.

Das weiße Holz dieser Art, welches sich hübsch polieren und wie Mahagoni Holz färben lässt, wird vorzugsweise zu Tischen, Sätteln, Spindeln, wozu es vorzüglich ist, Tellern, Löffeln, Wanduhren u.s.w. verwendet.

Spitzahorn

(A. platanoites)

Ist gleichfalls ein schöner, 20-25m hoch werdender Baum, mit dichter, rundlicher Krone, weißlich aschgrauer Rinde und 4-8cm. langen, am Grunde herzförmigen, fünflappigen, buchtig gezähnten Blättern, dessen gelblich grüne Blüten in aufrechten ästigen Doldentrauben stehen. Findet sich ebenfalls in Bergwäldern, nur etwas seltener.




Anwendung.

Das Holz dieser Art findet dieselbe Verwendung wie das der vorhergehenden. Durch Anbohren der Stämme der genannten drei Arten inm Frühjahre erhält man einen etwas milchigen Saft, der gegen Hautausschläge und Skorbut mit Erfolg verordnet wird.

Der Zuckerahorn

(A. saccharinum)

Ist ein ebenfalls 20-25m hoher Baum, mit weißlicher Rinde, herzförmigen, unten graulichen, tief-fünflappigen Blättern, dessen lang gestielte Blüten in kurz gestielten überhängenden Doldentrauben stehen findet sich in den Tälern Nordamerikas, ist übrigens längst auch nach England, Deutschland, Frankreich verpflanzt, wo er vorzugsweise gebirgige Gegenden liebt.

Anwendung

Das Holz verwendet man zu Schiffskielen, und Tischler, Drechsler schätzen das gegen Wurmstich sehr widerstandsfähige Holz ungemein hoch, zeigt dasselbe aber viele Augenflecken, so benutzt man es hauptsächlich zu Einlegarbeiten. Pferde fressen die Zweige und Blätter des Zuckerahorns sehr gern.

Der Saft des Zuckerahorns wird wie der Birkensaft durch Anbohren erhalten. Der Saft enthält 3% reinen Zucker, aus welchem man in Canada durchschnittlich 2,5 Mio.t Ahornzucker per Jahr herstellt, der namentlich in den vom Meer entfernt liegenden Distrikten auf den Markt gebracht wird. Ein Baum liefert bis zum Mai 35-40 Liter Saft, welcher, wie schon erwähnt, zu Zucker eingedickt wird.
Dieser braune Zucker ist dem weißen bei weitem vorzuziehen. Aus den Rückständen lässt sich noch ein guter Ahornessig gewinnen. Die gestoßene Wurzel wird als Linderungsmittel zum Auflegen bei Seitenstechen empfohlen.

Bildnachweis: By Walter Siegmund (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons



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