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Koriander

Koriander

Koriander
(Coriandrum)

Gattung der Familie Doldenträger, mit 5-zähnigem Kelchsaum, verkehrt eirunden, mit einem einwärts gebogenen Läppchen versehenen Blumenblättern und kugeliger Frucht.



Gemeiner Koriander

(C. sativum)

Hat einen 45 – 60 cm hohen, glatten, wie die ganze Pflanze, kahlen, oberwärts astigen Stengel. Von den lebhaft grünen Blättern sind die grundständigen, früh verwelkenden, gefiedert und haben rundliche, eingeschnitten gesägte Blättchen, die denselben folgenden Blätter sind doppelt gefiedert und die Blättchen derselben eirund und nach dem Grunde geschmälert, außerdem sind sie 3-spaltig, eingeschnitten, und die oberen doppelt und dreifach fiederteiligen Blättchen haben schmal linealische, ganzrandige Zipfel. Die gestielten, flachen Dolden sind 3 – 5-strahlig und die Hüllen sind fehlend oder einblättrig, während die Hüllchen halbiert, aus der linealischen Blättchen bestehen. Von den weißen Blüten sind die randständigen sehr ungleich und strahlig. Die ganze Pflanze, nebst den unreifen Früchten besitzt einen starken, widrigen Wanzengeruch. Wächst im Orient und südlichen Europa wild und wird dort, und weiter nördlich angebaut. Blüht vom Juni bis August. Die reifen Früchte – Koriandersamen – sind etwa 0,45 cm groß, dabei strohgelb, ins graue und bräunliche spielend und im unversehrten Zustande geruchlos, dagegen entwickeln sie, wenn sie zerstoßen oder zerschnitten werden, einen eigentümlichen, angenehmen, gewürzhaften Geruch und einen ähnlichen Geschmack. Sie enthalten als wirksamen Bestandteil ätherisches Öl. Frisch haben die Samen wie die Blätter einen Wanzengeruch, der dem Maulwurf so verhasst ist, dass er durch einige in sein Loch gesteckte Blätter sofort zum Verlassen desselben sich entschließt. Durch das Trocknen verliert sich dieser Geruch, und ist dann das Gewürz sehr gesucht und zu allem möglichen verwendbar.



Anwendung

Die Koriandersamen wirken erregend auf die Verdauungsorgane, sowie Blähung treibend und werden daher bei Verdauungsschwäche, Verschleimung, Blähungen etc., jedoch gegenwärtig nicht mehr so häufig, wie früher, und höchst selten für sich allein, in Pulver- oder Aufgussform angewendet.

Bildnachweis: Forest & Kim Starr [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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