Boswellie

(Bosvellia)

Gattung der Familie Kreuzdorngewächse hat zwitterige Blüten, einen kleinen, 5zähnigen, bleibenden Kelch, 5 ausgebreitete Blumenblätter, die im Blütenknopfe dachig und im Kelchgrunde stehen und eine 3feitige, 3klappige, 3fächrige Kapsel mit einsamigen Fächern, in welchen sich breithäutig-geflügelte Samen befinden.

Hängeblättrige, gesägte Boswellie

(B. serrata)

Ostindischer Weihrauchbaum ist ein ansehnlicher Baum mit vielästigem Wipfel, dessen 2-3cm lange Blätter gegen den Gipfel der Ästchen gedrängt stehen, während die 3 – 4,5cm langen Blättchen unterseits blässer sind. Die zugleich mit den Blättern erscheinenden Trauben haben längliche, stumpfe, außen flaumige und blassrötliche Blumenblätter. Dieser Baum findet sich auf den Gebirgen Ostindiens und liefert den ächten oder oft indischen Weihrauch, der ein aus der Ninde ausfließender, all der Luft erhärteter gummiharziger Stoff ist.

Im Handel unterscheidet man folgende 2 Sorten:

1. Ausgelesenen Weihrauch

in Körnern, der aus erbsen- bis haselnußgroßen und noch größeren rundlichen und länglichen Körnern besteht, die von hellgelblicher, zum Teil in’s rötliche und bräunliche spielender Farbe, wenig durchscheinend, außen weißlich bestäubt und auf dem Bruche matt, rau anzufühlen und spröde sind. Dieselben geben ein weißliches Pulver und bilden die zum Arzneigebrauch verwendete Sorte.

2. Ordinärer Weihrauch

besteht aus mehr unregelmäßigen, oft zu größeren Klumpen zusammengebackenen Stücken, die von hellerer und dunklerer, zum Teil ins graue und braune spielender Farbe und meist mit vielen Unreinigkeiten vermengt sind. Der Geruch des Weihrauchs ist schwach, aber angenehm balsamisch, der beim Erwärmen und Entzünden sich steigert, sein Geschmack ist etwas scharf und bitterlich. Er enthält Gummi, Harz und ätherisches Öl.



Anwendung

Der Weihrauch, welcher in früheren Zeiten auch innerlich gegen langwierige Schleimflüsse verordnet wurde, dient gegenwärtig nur noch äußerlich als reizendes Mittel zu Räucherungen, und bildet einen Bestandteil mehrerer Pflaster. Er ist ferner ein gewöhnlicher Bestandteil der Räucherpulver, Räucherkerzen und des Ofenlachs.

Kahlblättrige Boswellie

(B. glabra)

Ist ein dem vorigen ähnlicher, gleichfalls in Ostindien und auf den Molutken wachsender Baum, der sich von jenem nur durch breitlanzettliche, stumpfe, kahle Fiederblättchen und vor den Blättern erscheinenden Blüten, die verkehrt-eirunde, spatelige, weiße Blumenblätter haben, unterscheidet.

Anwendung

Dieser Baum liefert ebenfalls ein Gummiharz wovon das reinere gleichfalls als Weihrauch in Handel kommt, während das übrige als Pech zur Bereitung von Pechfackeln gebraucht wird.

Bildnachweis: By Mauro Raffaelli (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons



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