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Fenchel

Fenchel

Bildnachweis: By Taken by Carsten Niehaus (user:Lumbar). (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Fenchel

(Föniculum)

Gattung der Familie Doldenträger, mit angeschwollenem, verwischtem Kelchrande, rundlichen, ganzen, eingerollten, in ein fast 4eckiges, gestütztes Läppchen endenden Blumenblättern, und stielrunder, im Umrisse lineal-länglicher, von dem gewölbt-kegeligen Griffelpolster und den kurzen, zurückgekämmten Griffeln gekrönter Frucht.




Gebräuchlicher Fenchel

(F. officinale)

Gemeiner Fenchel, hat einen 1 – 2 Meter hohen, dunkel-grün und weiß gestreiften, nebst den Blattstielen und Dolden hochblau bereiften Stengel, dessen untere Blätter gestielt sind, während die oberen, auf ihren langen randhäutigen scheidensitzenden Blätter weniger zusammengesetzt sind und dafür längere Zipfel haben. Die großen gipfelständigen Dolden sind 13- dis 20 strahlig und haben gelbe Blumen.

Wächst auf sonnigen, steinigen Anhöhen im südlichen Europa wild und wird daselbst wie im übrigen Europa als Gewürzpflanze in Gärten gezogen. Er blüht vom Juni bis August.

Die Halbfrüchte – der Fenchelsamen – sind gebräuchlich, dieselben sind nicht völlig halb stielrund, graubraun, zuweilen in’s grünliche spielend, mit länglicher Fugenseite versehen, deren breite Ränder blass-strohgelb sind, dabei haben sie stark vorspringende, gelbliche oder hellbräunliche Riefen. Sie besitzen einen angenehmen, gewürzhaften, anisähnlichen Geruch und Geschmack und enthalten als wirksamen Bestandteil ätherisches Öl.




Anwendung

Der Fenchelsame besitzt eine ganz dem Anis ähnliche, jedoch etwas minder reizende Wirkung und wird auch in denselben Füllen wie dieser, besonders aber gegen Verdauungsbeschwerden bei Kindern und zur Beförderung der Milchabsonderung in folgender Form:

Je 2 g Fenchelsamen, weißer Zucker, und das Gelbe von Pomeranzenschalen, 8 g weiße Magnesia gepulvert, täglich 3 mal 1 Teelöffel voll, angewendet. Es werden das Pulver, für Aufguss, das ätherische Öl, das destillierte Wasser und der Ölzucker, dieser jedoch seltener, verordnet. Das Öl, unter Schweinefett gemischt, vertreibt die Kopfläuse.

In der Tierheilkunde wird der Fenchel in den gleichen Fällen angewendet, wie der Anis, dem er in seinen Bestandteilen und Wirkungen ähnlich ist, verdient aber, da er viel wohlfeiler, den Vorrang vor diesem.


Eine Information von: Selbsthilfegruppe für Komplementärmedizin –
www.selbstheilung-online.com

Fenchel in der Naturmedizin

(Aussendung „Naturmedizin aktuell” am 2.1.2014, verfasst von Beate Rossbach – aus dem Rundbrief von Wilhelm Junker)

Der Fenchel ist eine sehr vielseitige Heilpflanze und Grundlage wirkungsvoller Hausmittel und Fertigpräparate. Zu medizinischen Zwecken werden die ganzen Früchte und das aus den getrockneten Samen durch Dampfdestillation gewonnene ätherische Öl angewendet. Sie erhalten Fenchel in Teezubereitungen, Fenchelhonig und als Bestandteil von Verdauungselixieren (Carminativa). Die wichtigsten Inhaltsstoffe des
Fenchels sind:

  • ätherisches Öl (Hauptkomponenten: trans-Anethol, Fenchon, Estragol)
  • Cumarine
  • Flavonoide (u. a. Isoquercitrin, Rutin)
  • fettes Öl
  • Kaffeesäuren
  • Phenolcarbonsäuren

Das ätherische Fenchelöl wirkt entspannend auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm- Trakts und der Bronchien. Gleichzeitig beschleunigt es die Schlagfrequenz der feinen Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut. Dadurch unterstützt das Öl die natürlichen Reinigungsprozesse in den Atemwegen und löst dort festsitzenden Schleim. Die Inhaltsstoffe Trans-Anethol und Fenchon haben zusätzlich eine leicht antibakterielle Wirkung. Die frühere Warnung des Bundesinstituts für Verbraucherschutz, dass Estragol im ätherischen Fenchelöl krebserregend wirkt, hat sich am Menschen nicht belegen lassen. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wirkt Fenchel:

  • schleimlösend
  • hustenstillend
  • verdauungsfördernd
  • krampflösend
  • blähungstreibend
  • appetitanregend
  • schwach antibakteriell

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) harmonisiert und erwärmt Fenchel den Magen. Er vertreibt innerliche Kälte und kann Schmerzen lindern.

So wenden Sie Fenchel an

Fenchelfrüchte sollten Sie lieber nicht sammeln, denn sie können leicht mit den giftigen Schierlingsfrüchten verwechselt werden. Getrocknete Fenchelfrüchte erhalten Sie ebenso wie Teezubereitungen und Fertigpräparate in Apotheken, Reformhäusern und Drogeriemärkten. Aus den getrockneten Früchten können Sie sich die folgenden Hausmittel herstellen:

Grundrezept für Fencheltee

Überbrühen Sie einen gehäuften EL getrocknete, zerstoßene Fenchelfrüchte mit 1l kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Trinken Sie nach dem Abseihen bei Husten und Verdauungs-beschwerden bis zu 4 Tassen täglich davon.

Hustenlösender Fenchelsirup

Zerstoßen Sie 30 g getrocknete Fenchelfrüchte in einem Mörser und kochen Sie sie in l Wasser auf. Lassen Sie den Ansatz vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. Vermischen Sie den auf etwa 40C abgekühlten Sud mit 400 g Honig und füllen Sie den Sirup in eine dunkle Flasche. 3 bis 4 TL am Tag unterstützen die Heilung bei Husten und Bronchitis.

Fencheltinktur gegen Blähungen

Übergießen Sie zwei gehäufte EL grob zerstoßener Fenchelsamen mit 100 ml Doppelkorn in einem Schraubdeckelglas. Filtern Sie den Ansatz nach sechs Wochen in eine dunkle Tropfflasche ab und nehmen Sie bei Bedarf 20 Tropfen davon ein. Die Tinktur ist gut 1 Jahr haltbar.

Säen und Ernten

Fertig zum Verzehren

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