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Mistel

Weißbeerige Misteln

Mistel

(Viscum)

Gattung der Familie Geißblattgewächse, mit 2häusigen oder 1häusigen Blüten, wobei die männlichen kelchlos sind und eine 4teilige Blume, die weiblichen Blüten aber ganz verwischten Kelchrand und vier getrennte Blumenblätter haben, auf welche eine 1samige Beere folgt.



Weißer Mistel

(V. album)

Gemeiner Mistel, Leim-Mistel, Kreuzholz ist ein kahler, immergrüner Strauch, welcher einen meist abgerundeten, 30 – 60 cm im Durchmesser haltenden Busch bildet, der eine durch die Rinde anderer Bäume und Sträucher dringende und unter dem Baste im Holze sich verlierende Wurzel hat und dessen Äste samt den zuweilen etwas sichelig gekrümmten Blättern sattgelblich grün sind. Von den grünlich-gelben Blüten sind die männlichen fast glockig und haben 4 eirunde, dicke Zipfel, die kleineren weiblichen dagegen haben 4 eirunde stumpfe Blumenblätter. Auf diese Blüten folgen erbsengroße, perlweiße, etwas durchscheinende Beeren. Wächst schmarotzend auf Stämmen und Ästen verschiedener Bäume und Sträucher, am häufigsten aber auf Birn- und Apfelbäumen in einem großen Teile von Europa.
Von diesem Strauch werden im größten Teile Deutschlands die jüngeren beblätterten Zweige als Mistel zum medizinischen Gebrauche gesammelt. Sie sollen im Winter von der Dicke einer Federspule bis zu der eines kleinen Fingers gesammelt, schnell getrocknet und an einem trockenen Orte, am besten in gepulvertem Zustande, in wohlverschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden. In gepulvertem Zustande ist ihr Geruch eigentümlich unangenehm dumpfig, aber schwach, der Geschmack schleimig, widerlich süßlich, dann bitter. Die hauptsächlichsten Bestandteile sind Viscin und Schleimzucker.



Anwendung

Der Mistel war einst ein hochgerühmtes Mittel gegen Fallsucht und andere sich häufig wiederholende Krämpfe, und wurde auch bei Lungenleiden und Schleimflüssen empfohlen, wird jedoch in neuerer Zeit nur noch hier und da von einigen Ärzten verordnet und auch als Hausmittel in den oben angegebenen Krankheiten noch immer benutzt. Inzwischen finden die Beeren, aus welchen man, mit Öl und Terpentin vermischt, den Vogelleim herstellt, eine weit umfangreichere Verwendung.

Bildnachweis: By Frank Vincentz (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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