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Klettenkerbel

Echter Kerbel

Klettenkerbel
(Anthriscus)

Gattung der Familie Doldenträger mit verwischtem Kelchrand, verkehrt eirunden, gestutzten oder ausgerandeten, mit einem einwärts gebogenen, oft sehr kurzen Läppchen, versehenen Blumenblättern und einer an den Seiten zusammengezogenen und geschnabelten Frucht.

Gartenklettenkerbel

(A. cerefolium) gemeiner Kerbel

Gartenkerbel hat eine dünne, walzig spindelige, astige und weißliche Wurzel, die einen 30 – 60 cm hohen Stengel mit bleichgrünen Blättern treibt, von welchen die unteren gestielt, die oberen aber auf schmalen, stark wimperigen Scheiden sitzen. Die Strahlen der Dolden sind flaumhaarig und deren Blumen fein und weiß, mit ungleichen, verkehrt eirunden und gestutzten Blumenblättern, die ein einwärts gebogenes Spitzchen haben. Die 12 mm langen Früchte sind schwarzbraun. Wächst in Hecken und Zäunen aus bebautem Land und Schutt wild im südlichen und mittelöstlichen Europa. Er wird allenthalben als Gewürzpflanze angebaut, blüht im Mai und Juni, und reift im August. Die Blätter – Kerbelkraut – haben einen angenehmen Geruch und einen gewürzhaften Geschmack und enthalten als wirksamen Bestandteil ein ätherisches Öl.



Anwendung

Das Kerbelkraut ist gelind erregend und harntreibend und wird im frischen Zustande, doch seltener als früher, zu Kräutersäften, sowie auch äußerlich zur Vertreibung der Milch und zur Zerteilung von Milchknoten angewendet. Außerdem wurde der ausgepresste Saft als wirksam bei leichten Stockungen in den Unterleibsorganen, bei Anlage zu Lungenknoten, beginnender Schwindsucht, bei Atemnot, Asthma, schwindsüchtigem Fiedel und langwierigen Hautkrankheiten empfohlen.

Bildnachweis: By 4028mdk09 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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