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Augentrost

Augentrost

Augentrost

(Euphrasia)

Gattung der Familie Larvenblümler, mit rührigen oder glockigem, 4zähnigem oder 4spaltigem Kelche, rachiger Blume, deren Oberlippe mehr oder weniger gewölbt, gestutzt oder ausgerundet, während die Unterlippe dreilappig ist.

Gebräuchlicher Augentrost

(E. officinalis)

Gemeiner Augentrost, hat aufrechte, meist ästige, flaumige bis zottige Stengel, aus dem Eirunden ins Längliche gehende, am Grunde abgerundete, oder keilig verschmälerte Blätter, wobei die blütenständigen häufig wechselständig sind. Die in den oberen Blattwinkeln fast sitzenden Blüten sind weiß, auf beiden Lippen violett gestreift, und am Grunde der Unterlippe, sowie im Schlunde gelb gefärbt. Zuweilen ist auch die Oberlippe, selten aber die ganze Blume hell violett. Findet sich auf Wiesen, lichten Waldstellen und Heiden in ganz Europa.




Anwendung

Die ganze blühende Pflanze, die im frischen Zustande einen schwachen, etwas gewürzhaften Geruch besitzt, stand als Augentrostkraut schon in älteren Zeiten als Heilmittel gegen verschiedene Augenleiden, in neuerer auch gegen Gelbsucht, Magenschwäche u. s. w. in Ansehen und ist jetzt an vielen Orten als Volksmittel geachtet.
Es werden der Aufguss, oder ausgepresste Saft, und das destillierte Wasser des Krautes gebraucht. Lowers Augenwasser stellt man aus je 60g Augentrostwasser und rotem Rosenwasser, 4g feinpulverisierter Aloe, und 1,25g Bleizucker her. Die verschiedenen Mittel werden gut vermischt, und nach tüchtigem Schütteln alle Abende einige Tropfen
mittelst eines Schwämmchens in die Augen getröpfelt.

In der Homöopathie wird das Kraut bei üblen Folgen von Quetschungen, durch Schlag, Stoß oder Fall, bei Augenschleimflüssen, Katarrh des Auges, Rheumatismus des Auges, Skrophelsucht im Auge, bei Geschwulst und Verklebung der Augenlider, Infektion der Augen, schleimigem, mit Blut vermischtem Ausfluss aus den Augen, bei Fließschnupfen am Tage, Stockschnupfen nachts, bei Lichtscheu und Spannung in den Lidern, weichlichem reizendem Schleim und fortwährendem Tränenflusse, juckendem Brennen in den Augen, nächtlichem Verkleben der Lider, schwarzen Flecken vor den Augen, bei gewöhnlicher Verstopfung, bei Augenentzündungen mit Hornhautflecken, bei sehr heftigen Kopfschmerzen, die Lichtscheu wesentlich verstärkend, und sehr starkem Tränen, bei
Entzündung, Verdunkelung und Flecken der Hornhaut, Tränenfluss, bei Tränen der Augen, bei feinen Stichen in denselben und Augenbutter in den Winkeln, bei erschwerter Sprache, wegen lähmiger Steifheit der Zunge und Backen, bei Feigwarzen, feuchtem Husten, als Rückbleibsel der Grippe und bei Wadenkrampf.

Man gibt 1-2 Tropfen der reinen Tinktur oder der 1. Verdünnung 2-, 3- und mehrere Male täglich und nach Umständen wiederholt. Bei Augenleiden ist es sehr zweckmäßig, den äußeren Gebrauch mit dem innern zu verbinden.

Die homöopathischen Tierärzte gebrauchen dieses Kraut bei der katarrhalischen Entzündung der Augenbindehaut, insbesondere, wenn diese mit Nasenkatarrh und sehr vermehrter Schleimabsonderung verbunden ist, und sogar dann, wenn sich Pusteln auf der Hornhaut bilden, und wenn nach Nachlass der übrigen Erscheinungen eine Trübung der Hornhaut zurück bleiben sollte. In : letzteren Falle ist jedoch die Tinktur verdünnt (20
Tropfen mit 60g Wasser zusammen geschüttelt) auch örtlich zu gebrauchen.

Bildnachweis: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41281





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