Simarube

(Simaruba)

Gattung der Familie Rautengewächse mit 1 häusigen, 2 häufigen, oder vielehigen Blüten, 5 teiligem Kelche und 4 abstehenden, oder ausgebreiteten Blumenblättern.

Hohe Simarube

(S. execelsa)

Ist ein 15 – 20 Meter hoher Baum, der in seiner Tracht einer gemeinen Eiche ähnelt, mit aschgrauer, zäher, innen weißlich-gelber Rinde. Die Blätter sind in der Jugend etwas,
flaumig, werden aber später kahl, und die Blättchen sind kurz gestielt. Die kleinen, lanzettlichen Nebenblätter fallen ab, die kleinen Blüten sind gelblich-weiß und die erbsengroßen Früchte sind schwarz, glatt, glänzend und zuletzt 2 klappig.

Wächst in Gebirgswäldern auf Jamaika und ande- ren westindischen Inseln.

Dieser Baum liefert das jamaikanische Quassin, oder Bitterholz. Das Holz ist sehr leicht und weich, von schmutzig-blassgelber Farbe und besteht aus concentrischen, helleren und dunkleren Schichten, von welchen die ersteren mit deutlichen, weiten Sporen versehen sind. Die Markstrahlen sind breiter als bei dem gebräuchlichen Quassienholz. Der Geruch fehlt, dagegen ist der Geschmack rein und anhaltend bitter.

In der wässerigen Abkochung bringt die Lösung eines Eisenoxydsalzes einen grauen, fleckigen Niederschlag hervor, wodurch er sich vom ächten Quassienholz unterscheidet.



Anwendung

Dieses Bitterholz wird ganz wie das surinamische Quassienholz verwendet.

Gebräuchliche Simarube

(S. amara, S. officinalis)

Ist ein 20 – 25 Meter hoher Baum, der ganz das Aussehen des vorigen Baumes hat, mit grauschwarzer Rinde. Die sehr kurz gestielten Blättchen sind dickig, lederig und dunkelgrün, die Blüten weißlich, und die schwärzlichen Früchtchen ähneln einer Olive.

Wächst an sandigen Flussufern in Guyana.

Die Wurzelrinde dieses Baumes ist die eigentliche Simarubarinde oder Ruhrrinde. Sie kommt in zähen, faserigen, langen, aber nur bis 6 cm breiten Stücken im Handel vor. Dieselben sind außen von einer stellenweise stark abgeriebenen, schmutziggelben, dünnen Korkschichte bedeckt und innen graugelblich.
Sie sind geruchlos, besitzen, einen bitter-schleimigen Geschmack und enthalten ätherisches Oel, Weichharz, und einen eigentümlichen Bitterstoff.



Anwendung

Die Nuhrrinde wirkt dem Quassienholz ähnlich wegen ihres Schleimgehalts, aber auch etwas einhüllend und wird vor- züglich bei Durchfällen, Ruhren und Schleimflüssen meist in Abkochung, doch seltener als das Quassienholz angewendet.

Medizinische Simarube

(S. medicinalis)

Ist einansehnlicher Baum auf Jamaika und anderen westindischen Inseln, dem vorigen ähnlich, aber verschieden durch länglich-keilförmige, kurz- und stumpfgespitzte, kahle Fiederblättchen, weniger ausgebreitete Rispen und 2 häusige Blüten.
Dieser Baum liefert ebenfalls eine Simarubarinde, die jedoch blässer, zäher und außen mit zahlreichen, fast gestielten Warzen besetzt ist.

Diese Wurzelrinde ist gleichfalls geruchlos, hat aber noch einen bittereren. Geschmack wie die beiden vorhergehenden Arten.

Anwendung

Da sie dieselben Eigenschaften und Wirkungen wie die echte Ruhrrinde besitzt, so wird sie ebenso, wie diese angewendet.

Ähnliche Einträge

Das könnte Dich auch interessieren: