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Sumach

Sumach

Sumach

Sumach gilt aufgrund seines sehr hohen Anteils an Zitronen- und Apfelsäure als das sauerste Gewürz überhaupt. Er wächst wild in Sizilien, der Türkei, dem Iran und den angrenzenden Ländern Arabiens und Zentralasiens. Bei uns ist er nahezu unbekannt, wird allerdings in letzter Zeit immer beliebter und das aus guten Gründen.




Steckbrief

Pflanzenfamilie: Anarkadiengewächsen

Weitere Namen: Essigbaum, Gerbersumach, Sumak

Fruchtreife: August, September

Sumach – Wirkung als Heilmittel

Sumach als Gewürz fördert die Verdauung von fettreichen Speisen. Er verfügt über einen hohen Anteil an Antioxidantien, Vitamin C und Omega 3-Fettsäuren. Antioxidantien bekämpfen freie Radikale, welche zu Krebs- und Herzerkrankungen führen können. Dadurch werden Alterungsprozesse verlangsamt. Auch auf Entzündungsprozesse haben Antioxidantien einen positiven Einfluss.

Verwendung in der Küche – Sumach als Gewürz

Sumach verfeinert den Geschmack von rohen Zwiebeln besonders gut. Die kräftige Säure der Sumachbeere macht den scharfen Zwiebelgeschmack milder. Sumach passt hervorragend zu allem, was vom Grill kommt.

Eine kleine Prise Sumach reicht, um vielen Gerichten einen Extra-Kick zu verpassen und diese gleichzeitig bekömmlicher zu machen.

Geschmacklich harmoniert das exotische Gewürz besonders gut mit Petersilie, Sesam, Knoblauch und Koriander.

Das Gewürz ist eine tolle Alternative zu Essig oder Zitronensaft.



Sumach – Altes und traditionelles Wissen

(Rhus)

Gattung der Familie Pistaziengewächse, mit zwitterigen, vielehigen, oder 2 häusigen Blüten, 5 spaltigem, bleibendem Kelche und 5 Blumenblättern, die, nebst den Staubgefässen, um einen drüsigen Ring im Kelchschlund stehen. Meist saftlose und selten 3 samige Steinfrucht.

Perrücken-Sumach

(R. cotinus)

1 ½ – 2 Meter hohes Bäumchen, welches in der Schweiz, in Ungarn, in Österreich, Italien und dem Orient wild wächst, und im Juli an den Spitzen der Zweige grüngelbe Blumen in kleinen Büscheln treibt; nach dem Verblühen werden die seither glatten Stiele mit feinen, rötlichen Haaren be- setzt, die einen verworrenen Ballen von ziemlicher Größe bilden und einer Perrücke gleichen.

Die Wurzel liefert eine feuerrote Farbe. Rinde, Blätter und Zweige dienen zum Gerben. Das Holz (Fustelholz, Fisetholz, Gelbholz, unechtes gelbes Brasilienholz) dient zum Gelbfärben und wurde in neuerer Zeit als Surrogat der Chinarinde empfohlen.

Die gepulverten Blätter kommen als Schmak in der Türkischrotfärberei zum Schmeken des baumwollenen Garns vor.

Giftbaum-Sumach

(R. toxiodendron)

Giftwein, Gifteiche, ist ein 1 – 2 Meter hoher, nur in der Jugend an den Zweigen wurzelnder, später mehr aufrechter, bald an Bäumen, oder andern Gegenständen mit seinen wurzelnden Zweigen hinaufklimmender Strauch, dessen Blättchen breit-eirund, doch auch zuweilen schmäler sind, während das Endblättchen größer und gleichhälftig ist.

Die kleinen Blüten sind grüngelblich und die kugeligen Früchte, von der Größe eines Pfefferkorns, sind kahl, blassbraun und glänzend.

Wächst in Wäldern und Gebüschen, auch auf trockenen Grasplätzen in Nordamerika und blüht im Mai und Juni.

Die Blätter dieses Strauches kommen als Giftsumachblätter in Anwendung. Dieselben sind geruchlos und von zusammenziehendem Geschmack enthalten, neben einer bedeutenden Menge von Gerbstoff, als besonderen Bestandteil einen flüchtigen Stoff, den man Toxicodendrin nennt und dem sie ihre giftigen Eigenschaften verdanken. Die Blätter werden kurz vor der Blütezeit mit bedeckten Händen gesammelt, hierauf behutsam getrocknet und aufbewahrt, jedoch nicht über ein Jahr.




Anwendung

Man empfiehlt die getrockneten Blätter in Pulver- oder Pillenform gegen Lähmungen der Gliedmaßen, gegen fallende Krankheit, verschiedene Unterleibsleiden, Flechten und skrophulöse Augenentzündungen; sie werden jedoch selten mehr angewendet.

In der Homöopathie wird die Tinktur der frischen Blätter gegen sehr verschiedene Ausschlagskrankheiten, gegen schmerzhafte Entzündungen und Geschwülste, gegen nervöse und Frieselfieber, Durchfälle, rheumatisch-gichtische Zahnschmerzen, Knochenaustreibung, Lähmung, Abzehrung, Scharlach, Wassersucht, unwillkürlichen Harnabgang, Warzen, Fleckenkrankheit, Kopfschmerz und Folgen äußerer Verletzung angewendet.

Man gibt 1 – 2 Tropfen der reinen Tinktur, oder der 1.,2.,3., 6. Verdünnung, je nach Umständen, 1 – 2 mal täglich, oder noch öfter. Bei Lähmungen aller Art sind oft starke und täglich 1— 2mal wieder- holte Gaben der reinen Tinktur nötig.

Die homöopathischen Tierärzte wenden dieses Mittel bei der Kopf- und Blattrose der Schafe, bei Rotlaufgeschwülsten an den Gliedmaßen, wenn auf den geschwollenen Stellen kleine, erbsengroße Bläschen entstehen, bei rasch verlaufendem Rheumatismus, bei der rheumatischen Schulter-, Kreuz- und Hüftlähme, beim Schnupfenfieber der Pferde, bei eintretendem Lahmgehen auf den Vorderfüßen und bei lähmungsartiger Schwäche des Hinterleibs, bei Lungenentzündung, bei Milch- und Geburtsfieber der Stuten und Kühe, bei Darmentzündung, Knochenbrüchigkeit des Rindes, bei Hitzbeulen, Nesselsucht, Flechten, bösartigen Schafpocken, nach Verstauchungen und Verrenkungen, mit starker Ausdehnung der Gelenkbänder und bei dem Vergehen der Milch an. Man gibt 1. und 2. Verdünnung.

Bildnachweis: By Daniel Fuchs (Own work) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

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